4.100 Menschen betroffen
Blindgänger in Lindenthal: Evakuierung gestartet
Aktualisiert am 11.05.2026 – 09:53 UhrLesedauer: 2 Min.
In Köln-Lindenthal ist eine Weltkriegsbombe entdeckt worden. Am Montag müssen rund 4.100 Menschen ihre Wohnungen verlassen.
Bei Bauarbeiten im Bereich „Am Mönchshof“ in Köln-Lindenthal haben Arbeiter am Freitag, 8. Mai 2026, einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Das teilte die Stadt Köln mit.
Wie der Kampfmittelbeseitigungsdienst Rheinland erklärte, handelt es sich bei dem Fundstück um eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe mit Heckaufschlagzünder. Die Entschärfung des Blindgängers ist für Montag geplant, die Evakuierung begann am Vormittag.
In einem Radius von 500 Metern um den Fundort ist ein Evakuierungs- und Sperrbereich eingerichtet worden. Auch das St.-Elisabeth-Krankenhaus Hohenlind liegt in dieser Zone. Nach Angaben der Stadt müssen rund 4.100 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Wann die Entschärfung am Montag beginnt, steht noch nicht fest.
Alle Schulen und Kitas im Evakuierungsbereich bleiben am Montag geschlossen. Die Stadt Köln bittet Eltern, sich darauf einzustellen. Eine Anlaufstelle richtet die Stadt in der Theodor-Heuss-Realschule an der Euskirchener Straße 50 in Köln-Sülz ein. Sie hat seit 9 Uhr geöffnet. Der Unterricht fällt dort deshalb ebenfalls aus.
Wegen Straßensperren rechnen die Behörden mit Verkehrsbehinderungen. So werde die Kitschburger Straße zwischen Dürener Straße und Friedrich-Schmidt-Straße am Montag gesperrt sein, damit die Feuerwehr die wichtige Straße durch den Stadtwald für Krankentransporte nutzen kann. Auch wird die Entschärfung des Blindgängers Auswirkungen auf den Betrieb der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) haben.
Wie die Stadt am Montagvormittag erklärte, wird die Buslinie 136 ab der Haltestelle „Dürener Straße/Gürtel“ über den Lindenthalgürtel, die Gleueler Straße und die Militärringstraße in Richtung der Else-Lang-Straße umgeleitet. Busse aus der anderen Richtung werden demnach ebenfalls über die genannten Stationen umgeleitet. Fahrten, die regulär bis zum St.-Elisabeth-Krankenhaus geführt hätten, enden an der Endhaltestelle „Deckstein“ der Linie 146.
Die Linie 7 fährt aus Richtung Porz bis „Dürener Straße/Gürtel“ und wird anschließend nach Sülz zum Hermeskeiler Platz umgeleitet. Aus Richtung Frechen verkehrt die Linie 7 nur zwischen der Endhaltestelle „Frechen“ und der Haltestelle „Stüttgenhof“.










