„180 Grad Café“
Kult-Café auf dem Schiller-Kiez schließt
11.05.2026 – 04:12 UhrLesedauer: 2 Min.
Das „180 Grad“ auf der Neuköllner Oderstraße schließt am 24. Mai. Was die Betreiberin über fünf Jahre Café sagt, macht nachdenklich.
Es war für viele Stammgäste mehr als ein Ort für Kaffee und Kuchen. Am Pfingstsonntag, dem 24. Mai, öffnet das Café und Bistro „180 Grad“ auf der Neuköllner Oderstraße zum letzten Mal seine Türen.
Betreiberin Sarah Klausen hatte das Lokal direkt am Eingang des Tempelhofer Feldes 2021 eröffnet. In einem Abschiedspost auf Instagram schreibt sie, die Entscheidung zur Schließung sei ihr „alles andere als leicht gefallen“. Fünf Jahre lang seien unzählige Kuchen gebacken, Törtchen verziert, Kaffees zubereitet und Feste gefeiert worden. „So ein Ort ist nie nur ein Geschäft – er ist ein Stück Leben“, schreibt Klausen in einem Post auf Instagram. „Und wie das Leben selbst war auch diese Zeit ein Auf und Ab der Gefühle.“
Nun brauche sie eine Pause, um die Erfahrungen zu verarbeiten. In den verbleibenden Tagen bis zur Schließung wolle sie noch einmal Gäste empfangen – „für einen ruhigen Moment, ein gutes Gespräch und vielleicht ein letztes gemeinsames Stück Kuchen“.
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Die Nachricht hat unter Klausens Followern eine Welle der Zuneigung ausgelöst. „Dein Café war nie nur ein Café … es war ein Zuhause auf Zeit“, schreibt ein Stammgast. Eine frühere Mitarbeiterin erinnert sich: „Ich hab damals so gern bei euch gearbeitet!!!“ Ein Fotograf, der inzwischen nach Japan zurückgekehrt ist und Klausen noch aus früheren gemeinsamen Zeiten in Berlin kennt, schreibt: „Ich wünsche dir viel Erfolg.“
Andere blicken bereits nach vorn. Eine Bekannte kommentiert: „Eine der besten Patissiers ist wieder auf dem Markt. Nehmt euch in Acht!“ Und eine Stammkundin schreibt: „So verliere ich einen meiner Lieblingsorte in Berlin, den ich im ersten Jahr in dieser Stadt entdeckt habe. Es ist der Ort, den ich allen empfehle, wenn sie in der Nähe sind.“
Klausen selbst fasst die fünf Jahre mit dem Satz zusammen, der sie nach eigener Aussage stets begleitet hat: „Kuchen kommt an Stellen, da kommt Motivation gar nicht hin.“









