Deutscher läuft 14 Marathons am Stück
Dieses Unternehmen profitiert vom großen Spektakel
11.05.2026 – 10:46 UhrLesedauer: 3 Min.
600 Kilometer in 96 Stunden – das hat Läufer Arda Saatçi zwar nicht geschafft. Im Ziel in Los Angeles ist er nun aber trotzdem angekommen und löste damit auch ein Versprechen ein.
Mehr als fünf Tage hat es am Ende gedauert: Der Berliner Läufer Arda Saatçi ist nach mehr als 600 Kilometern und 123 Stunden und 21 Minuten in seinem Ziel im US-Bundesstaat Kalifornien angekommen. Der 28-Jährige erreichte am Sonntag um 14.30 Uhr (Ortszeit) den Santa Monica Pier nahe Los Angeles, wie aus einem Livestream hervorging. Sein ambitioniertes Ziel, bei seinem Lauf in den USA 600 Kilometer in nur 96 Stunden zurückzulegen, verpasste der Extremsportler.
Saatçi musste den Strapazen sichtbar Tribut zollen. Schoss der Puls in die Höhe, ging er zwischendrin einige Minuten, bevor er wieder zum schnelleren Laufen ansetzte. Kurz vor dem Ziel lief der Läufer teilweise noch eine beeindruckende Geschwindigkeit von etwa sechs Minuten pro Kilometer. Seine Durchschnittsgeschwindigkeit lag am Ende bei mehr als 12 Minuten pro Kilometer. Am Wegesrand tauchten immer wieder Fans auf, die ihm Mut zusprachen. Einige begleiteten den Berliner auch bei seinem Lauf.
„Ich wusste gar nicht, was ich sagen soll. Ich bin zutiefst berührt, unglaublich dankbar. Es ist ein riesiges Privileg, das hier erleben zu dürfen“, sagte Arda Saatçi der „Bild“. „Manche Sachen kann man nicht erklären. In meinem Kopf war einfach nur: Egal wie – auch wenn die Kniescheibe rausspringt – renn einfach um dein Leben! Versuch, alles reinzuholen.“
In einem Post auf Instagram hatte Saatçi zuvor angekündigt, dass er in Badwater Basin im Death Valley in Kalifornien starte. Nach Ablauf der 96 Stunden am Samstag – in denen er gut 458 Kilometer zurückgelegt hatte – zeigte er sich enttäuscht und zugleich kämpferisch: Im Gehen hatte er angekündigt, die Sache zu Ende zu bringen, egal wie. Im Ziel erwarte ihn seine Mutter, sagte er. Er habe ihr versprochen, mit ihr am Muttertag ein Eis essen zu gehen. „Das Versprechen werde ich auch halten.“ Wie aus dem Livestream hervorging, war die Strecke aufgrund von Umwegen am Ende 604,5 Kilometer lang. Ein wahnsinniger Erfolg – von dem vor allem Red Bull profitieren dürfte.
Der österreichische Brausekonzern nutzte das Event, um seine Marke weiter zu stärken. Red Bull setzt seit Jahren auf Sport als Teil seiner Marketingstrategie. Motorsportteams, Fußballklubs, Extremsportevents und ein eigenes Medienhaus verfolgen dabei ein gemeinsames Ziel: möglichst viel Aufmerksamkeit für die Marke zu erzeugen.









