Batterie leer
Was tun, wenn dem E-Auto im Stau der Strom ausgeht?
Aktualisiert am 09.07.2026Lesedauer: 2 Min.
Batterie leer, nichts geht mehr: Wie groß die Gefahr ist, mit dem E-Auto im Stau liegenzubleiben – und was Sie im Ernstfall tun müssen.
Die Tanknadel ist im roten Bereich, die Tankstelle nur wenige Kilometer entfernt – und plötzlich: Stau. Nichts geht mehr. Was bei einem Auto mit Verbrennungsmotor schon viele Fahrer nervös macht, kann beim E-Auto zu richtigem Stress führen. Fahrer von Autos mit Benziner oder Diesel haben zumindest die Möglichkeit, einen Reservekanister einzupacken. Eine riesige Powerbank fürs E-Auto im Kofferraum ist eher unüblich.
Leere Batterien sind extrem selten
Doch der ADAC gibt Entwarnung: In der Pannenstatistik des Verkehrsclubs ist die Zahl der Liegenbleiber aufgrund einer leeren Fahrbatterie extrem niedrig, ebenso wie die der Liegenbleiber mit Verbrenner. Viel häufiger sind – wie auch bei Autos mit Verbrennungsmotor – Probleme mit der Starterbatterie (denn eine solche hat ein E-Auto auch), den Reifen oder andere technische Defekte.
Im Stau hat ein E-Auto vor allem im Sommer einen sehr geringen Energiebedarf, heißt es laut „bild.de“ vom ADAC. Großer Energiefresser ist jedoch die Klimaanlage: Wenn der Akku zur Neige geht, lohnt es sich, in den „Eco“-Modus zu schalten oder die Klimaanlage zu daktivieren. Das kann einige zusätzliche Kilometer bringen.
Zudem haben viele E-Autos eine Notfallreserve eingebaut: Selbst wenn der Akkustand auf null Prozent fällt, kann man in einem Notfallmodus noch einige Kilometer weiter fahren. Das allerdings meist nur mit einer reduzierten Geschwindigkeit. Von daher sollten Sie es besser nicht darauf ankommen lassen.
Das müssen Sie tun, wenn es zum Ernstfall kommt
Wenn es jedoch trotzdem zum Ernstfall kommt, gibt es eine entscheidende Regel: Niemals das E-Auto abschleppen. Weshalb, lesen Sie hier.
Stattdessen schalten Sie wie bei allen Pannen den Warnblinker an, fahren Sie auf den Seitenstreifen oder in eine Haltebucht, ziehen Sie sich eine Warnweste an, stellen Sie sich hinter eine Leitplanke und rufen Sie den Pannendienst.
Der verlädt das Auto auf einen Abschleppwagen und bringt es zur nächsten Lademöglichkeit. Der ADAC testet auch sogenannte Ladebooster, um E-Autos zumindest für die eigenständige Fahrt bis zur nächsten Ladesäule fit zu machen. Auch Hersteller wie BMW oder VW bieten spezielle Angebote für ihre Kunden, um im Notfall den Akku füllen zu können. Schauen Sie deshalb in die Unterlagen Ihres E-Autos, ob Ihr Hersteller etwas Ähnliches anbietet.
So können Sie eine leere Batterie verhindern
Mehr als noch bei einem Verbrenner ist die Fahrt mit dem E-Auto in den Urlaub eine Sache der guten Planung:
- Informieren Sie sich über Ladestationen an der Strecke.
- Vor allem bei Fahrten ins Ausland ist das wichtig, da die Dichte der Ladesäulen von Land zu Land sehr unterschiedlich ist.
Schauen Sie außerdem, ob Ihr Auto im Navi eine automatische Ladestopp-Planung hat. Hier wird ein ausreichender Puffer einberechnet, damit Sie erst gar nicht liegen bleiben.











