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Home » Wolfsburg und Frankfurt verpassen Champions League
Sport

Wolfsburg und Frankfurt verpassen Champions League

MitarbeiterBy MitarbeiterSeptember 3, 2026
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Alarm im deutschen Fußball

Ein Fiasko


03.09.2026 – 16:12 UhrLesedauer: 3 Min.

Lara Prašnikar: Die Stürmerin konnte das Aus nicht abwenden.Vergrößern des Bildes

Lara Prašnikar: Die Stürmerin konnte das Aus nicht abwenden. (Quelle: IMAGO/HMB Media/Madeleine Fantini)

Immer mehr Nationalspielerinnen wechseln ins Ausland und nur noch ein deutsches Team ist in der Champions League vertreten. Die Sorgen der Bundesliga verschärfen sich.

Ein Jahr vor der Weltmeisterschaft in Brasilien herrscht im deutschen Frauenfußball Unruhe. Erst scheiterte Eintracht Frankfurt in der Qualifikation der Champions League nach Verlängerung an Paris Saint-Germain, dann verlor der VfL Wolfsburg das Elfmeterschießen gegen Inter Mailand. Seit Mittwochabend steht fest: Beide Klubs verpassen die „Königsklasse“.

Für den Vizemeister aus Wolfsburg und den letztjährigen Liga-Dritten aus Frankfurt geht es nun im sportlich und wirtschaftlich weniger bedeutenden Europa Cup weiter. In der Ligaphase der Champions League ist damit nur noch der gesetzte FC Bayern vertreten. Eine ähnlich schwache Bilanz hatte es zuletzt 2017/18 gegeben, als nur Wolfsburg unter die besten 16 Mannschaften kam. Es ist ein sportliches Fiasko aus deutscher Sicht – und eines, das zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt kommt.

Janina Minge (M.): Die Nationalspielerin konnte das Aus nicht abwenden.Vergrößern des Bildes
Janina Minge (M.): Die Nationalspielerin spielt in dieser Saison nur um den Europa Cup. (Quelle: IMAGO/Anke Waelischmiller)

Denn die Niederlagen von Wolfsburg und Frankfurt passen zu einer Entwicklung, die den deutschen Frauenfußball seit Monaten beschäftigt: Die Bundesliga verliert Nationalspielerinnen, internationale Leistungsträgerinnen, Sichtbarkeit in Europa – und im internationalen Vergleich offenbar auch die Wettbewerbsfähigkeit.

Die zentrale Frage lautet deshalb nicht nur, warum zwei deutsche Topklubs in der Qualifikation gescheitert sind. Sondern auch, wie attraktiv und konkurrenzfähig die Liga für Spitzenspielerinnen auf Dauer noch ist.

Ein Wettbewerb im Übergang

Die langjährige Nationalspielerin Alexandra Popp hatte bereits vor Monaten vor einem Aderlass gewarnt. Sollten weitere Nationalspielerinnen die Bundesliga verlassen, drohe Deutschland den Anschluss an die internationale Spitze zu verlieren. Das frühe Champions-League-Aus von Wolfsburg und Frankfurt ist nun ein deutliches Warnsignal.

In diesem Sommer wechselten Nationalspielerinnen wie Selina Cerci (FC Arsenal), Vivien Endemann (FC Liverpool), Carlotta Wamser (Manchester City) und Elisa Senß (Real Madrid) ins Ausland. Auch internationale Stars wie Georgia Stanway (FC Arsenal) kehrten der Bundesliga den Rücken zu. Vor allem die englische Liga ist für Spielerinnen attraktiv geworden – wegen höherer Gehälter, besserer Infrastruktur und professionellerer Rahmenbedingungen.

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Spielerinnenberater Jörg Neblung ordnete den Vorsprung zuletzt ein: „Insgesamt haben die Klubs eine überragende Infrastruktur“, sagte er dem NDR und nannte ein Beispiel: „Man City hat einen eigenen Koch. Das haben wir in Deutschland nicht.“ Während andere Ligen in hohem Tempo investieren, wirkt die Bundesliga vielerorts wie ein Wettbewerb im Übergang.

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