Zähne altern – und das hat Folgen weit über den Mund hinaus. Warum Zahngesundheit den gesamten Organismus beeinflusst.
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„Damit Sie auch morgen noch … kraftvoll zubeißen können!“ Einige von uns sind mit dieser Zahncreme-Werbung aufgewachsen. Akustisch untermalt war sie vom krachenden Biss in einen Apfel, kurz darauf sah man das Ergebnis: der Apfel völlig rein, nicht die Mikrospur von Zahnfleischbluten, sondern nur der eindrucksvolle Abdruck völlig ebenmäßiger und unverrückbar festsitzender Zähne. Soweit die Werbung und der eher illusorische Traum der zahnärztlichen Zunft.
Tatsächlich kann man mit seinen eigenen Zähnen alt und eines Tages begraben werden, dafür muss man sie aber zeitlebens in Schuss halten. Dummerweise erneuern sie sich ja nach der Kindheit nicht noch einmal, was praktisch wäre bei der lebenslangen ständigen Belastung. Denn auch unsere Zähne altern, sie werden dunkler, krumm, rau und schief, Rillen, Abbrüche und Mulden treten zutage, aus denen Zahnbein hervorschimmert. Veränderungen am Kauorgan wiederum beschleunigen das Altern.
Eine Art Teufelskreis, weshalb regelmäßige Instandhaltung essenziell ist. Immerhin ist unser Mund ein Katastrophen-Simulationslabor: Hitze, Kälte, Feuchtigkeit, Säuren, Reibung, Druck und Bakterien wirken auf ihre ganz eigene Art auf alles ein, was sich darin befindet. Tagtägliche Nahrungsaufnahme nutzt die Zähne ab, die Nahrungsbestandteile können wie Schleifpartikel wirken, die den Zahnschmelz langsam dünner und dünner machen. Zucker feuert Bakterien an, Säuren zu bilden, die die Zahnoberfläche angreifen. Dadurch kann einerseits natürlich Karies entstehen, die Zähne können aber andererseits auch insgesamt an Höhe verlieren.
Hinzu kommt, dass der Zahnschmelz im Alter dünne Sprünge bekommt, in denen sich Farbpigmente aus Kaffee, Tee, Rotwein und farbigen Nahrungsmitteln einlagern. Ist der Zahnschmelz schließlich weg, kaut man auf dem Dentin, also dem unter dem Zahnschmelz liegenden Zahnbein, herum. Die Zähne werden so immer schneller immer flacher, und die Kiefer bewegen sich aufeinander zu. Die Lippen krempeln sich ein, der Zahnbogen füllt die Lippe von innen nicht mehr gut aus – erst recht, wenn dann auch noch die ersten Zähne fehlen. Der Verschleiß greift irgendwann auch auf unser Kiefergelenk über. Es kommt zu Störkontakten zwischen Zähnen und Instabilität im Kiefergelenk.