„Schweren Herzens“
Traditionsgeschäft schließt nach 33 Jahren für immer
02.05.2026 – 12:36 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Traditionsgeschäft aus dem Münchner Umland schließt in wenigen Wochen für immer. Beim Räumungsverkauf lockt der Betreiber mit günstigen Preisen für seine Waren.
Nach mehr als drei Jahrzehnten ist Schluss: In wenigen Wochen schließt Hasso Schalt seinen Stoffgroßhandel in Unterhaching (Landkreis München) für immer – „schweren Herzens“, wie es auf der Internetseite des Traditionsgeschäfts heißt. Sein Laden sei für ihn „nie nur ein Ort des Verkaufs, sondern ein Ort der Begegnung gewesen“, erklärt der 75-Jährige.
Die Geschäftsaufgabe erfolgt altersbedingt. Der Mietvertrag laufe aus und in seinem Alter wolle er keinen neuen abschließen, erzählte er Anfang des Jahres der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ). Schalt machte einst eine Lehre zum Industriekaufmann bei einer Firma für Damenoberbekleidung nahe Hamburg. Diese produzierte Kleidung von Joop. Später arbeitete er als Einkäufer für das Luxusmodeunternehmen Escada aus Aschheim bei München.
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Vor 33 Jahren machte er sich schließlich in Unterhaching selbstständig. Mit einem simplen Konzept: Schalt kaufte Überschüsse teurer Bekleidungsstoffe auf, um diese dann zu „fairen Preisen“ weiterzuverkaufen, wie er der „SZ“ erzählte. So finden sich in seinem Lager unter anderem Stoffe aus Kaschmir, Leinen, Kamelhaar, Baumwolle, Viskose oder Seide.
All das muss nun bis Ende des Monats raus. Denn Schalt hat ein Ziel: Sein über 500 Quadratmeter großes Lager leer bekommen. Günstig will er die Stoffe verkaufen. „Aber nicht wertschädigend“, sagte er der „SZ“. Daher hat er sich zwei Festpreise überlegt: Premiumstoffe wie Seide, Leinen und feine Schurwolle gibt es für 13 Euro pro Meter, Baumwolle, Jersey und Synthetik kosten sechs Euro. Kunden müssen jedoch mindestens drei Meter pro Artikel kaufen.










