Warnzeichen ernst nehmen
Hinter diesen Kopfschmerzen könnte eine Tumorerkrankung stecken
Aktualisiert am 08.07.2026 – 07:46 UhrLesedauer: 3 Min.
Plötzlich starke, wiederkehrende Kopfschmerzen ohne erkennbare Ursache sollte man ärztlich abklären. In seltenen Fällen kann ein Tumor die Ursache sein.
Gleich vorweg: Hinter Kopfschmerzen steckt nur vereinzelt ein Hirntumor. Dennoch sollte man neu auftretende, starke und wiederkehrende Kopfschmerzen ärztlich untersuchen lassen. Es ist nicht auszuschließen, dass der Schmerz im Kopf durch einen Tumor oder eine andere ernste Erkrankung verursacht ist. Hirntumor-Warnzeichen, die Sie kennen sollten.
Wann werden Kopfschmerzen zum Warnsignal?
Spannungskopfschmerzen oder Migräne: Fast jeder kennt das unangenehme Pochen, Klopfen oder Stechen im Kopf. Angaben der Deutschen Hirnstiftung zufolge haben in Deutschland etwa 54 Millionen Menschen mindestens einmal im Jahr Kopfschmerzen. Auslöser gibt es viele – der Großteil ist harmlos. Dennoch denkt jeder zweite Kopfschmerz-Betroffene, der eine neurologische Praxis aufsucht, an einen Hirntumor als Ursache.
Hirntumor – nicht jeder ist bösartig
Die Diagnose Hirntumor wird in Deutschland jährlich etwa 14.000-mal gestellt. Rund die Hälfte der gefundenen Tumoren ist gutartig und bereitet meist keine Probleme. Gutartige Tumoren wachsen – anders als bösartige Tumoren – nur selten in das umgebende Gewebe hinein. Auch bilden sie keine Metastasen. Bösartige Tumoren hingegen sind gefährlich und können zum Tod führen: An hochgradig bösartigen Tumoren sterben in Deutschland pro Jahr rund 6.000 Menschen.
Hirntumor selten die Ursache von Kopfschmerzen
Kopfschmerzen allein sind eher selten ein Hinweis auf einen Hirntumor. Meist haben Kopfschmerzen eine harmlose Ursache. Oft sind sie die Folge von Stress, Überlastung, Schlafmangel, einer Erkältung, Problemen mit den Nasennebenhöhlen oder Bluthochdruck. Auch die Einnahme bestimmter Medikamente sowie hormonelle Schwankungen können regelmäßige Kopfschmerzen verursachen. Der Krebsinformationsdienst (KID) am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) beruhigt und weist darauf hin, dass Kopfschmerzen „nicht zwingend auf einen Gehirntumor deuten“ müssen. Dennoch solle man neu auftretende und sich verändernde Kopfschmerzen ärztlich abklären lassen.
Kopfschmerzen können Erstsymptom eines Hirntumors sein
Angaben der Stiftung Deutsche Krebshilfe zufolge sind Kopfschmerzen das häufigste Erstsymptom bei Hirntumoren. Etwa die Hälfte aller Betroffenen mit einem Tumor im Kopf klage bei Diagnosestellung darüber. Neu auftretende Kopfschmerzen, insbesondere nachts und in den frühen Morgenstunden, die mit der Zeit heftiger werden und auch im Liegen zunehmen, sich am Tag aber spontan bessern, seien ein Warnzeichen, das ernst genommen werden sollte.
Achtung bei neuem, unbekanntem Kopfschmerz
Generell sollte man aufmerksam werden, wenn der Kopfschmerz sehr stark ist, erstmalig oder plötzlich auftritt. Auch wenn sich der Kopfschmerz anders anfühlt, als man es bislang gewohnt ist, ist das ein Warnsignal. Laut der Stiftung Deutsche Krebshilfe werden Kopfschmerzen, die auf einen Hirntumor zurückzuführen sind, im Verlauf von wenigen Tagen bis Wochen immer stärker und lassen sich mit herkömmlichen Schmerzmitteln nur zeitweise oder gar nicht bekämpfen. Bei einem Hirntumor können zudem Begleitsymptome auftreten.









