Das Wetter kippt
Gewitter mit Hagel und Sturm – Schafskälte kommt
Aktualisiert am 08.06.2026 – 11:56 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Freibad-Tag steht bevor. Aber der Deutsche Wetterdienst warnt: Es ziehen Gewitter auf – mit Hagel und Sturm.
Ausläufer eines Nordsee-Tiefs bringen mäßig warme Atlantikluft nach Deutschland. Im Süden geraten diese Luftmassen unter Zwischenhocheinfluss, während im Norden der Tiefdruckeinfluss überwiegt.
Schon ab dem Montagnachmittag ziehen von Westen her einzelne kräftige Gewitter mit Starkregen, kleinkörnigem Hagel und Sturmböen auf. Im Schwarzwald erwartet der DWD bis zu 20 Liter Regen pro Quadratmeter in wenigen Stunden. Unwetterartige Entwicklungen sind demnach nicht ausgeschlossen.
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Unwetter am Montag möglich
In der Nacht zum Dienstag verlagern sich die Schauer und Gewitter weiter in den Osten und Südosten. Tagsüber rechnet der DWD am Alpenrand teils mit mehrstündigem und gewittrigem Starkregen. Auch in der Nordwesthälfte krachen einzelne Gewitter mit Sturmböen los. Insgesamt wird es spürbar kühler: Im Osten sind noch einmal 22 Grad drin, sonst erreichen die Höchstwerte nur noch 15 bis 22 Grad.
Schafskälte 2026: Die Temperaturen fallen
Am Mittwoch soll es weitere Schauer und Gewitter geben, dabei sind vor allem in der Nordwesthälfte stürmische Böen nicht ganz ausgeschlossen. Die Höchstwerte liegen zwischen 15 und 21 Grad, die Tiefstwerte zwischen 10 und 15 Grad.
Die sogenannte Schafskälte ist da: Dabei handelt es sich um eine meteorologische Singularität, wie der Diplom-Meteorologe Dominik Jung t-online erklärt – also um eine Wetterbesonderheit, die zu einer bestimmten Jahreszeit auffällig oft auftritt.
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Die Schafskälte ist ein typischer Kälteeinbruch in Mitteleuropa im Juni. Sie tritt zwischen dem 4. und 20. Juni auf, besonders oft um den 11. Juni herum. Der Name kommt daher, dass Schafe um diese Zeit meist schon geschoren sind und die Kälte dann besonders spüren.
Nicht mehr so verlässlich wie früher: Das ist die Ursache für die Schafskälte
Jung erläutert: „Die physikalische Ursache ist der thermische Kontrast zwischen der bereits deutlich erwärmten Landoberfläche und dem noch kühlen Nordatlantik, der nordwestliche Kaltluftvorstöße begünstigt.“
Die Schafskälte gehöre zu den meteorologisch besser fundierten Singularitäten, sagt Jung – auch wenn ihre Zuverlässigkeit zuletzt statistisch erkennbar erodiert sei. „Während die Eintreffwahrscheinlichkeit im Zeitraum 1921 bis 1990 noch bei rund 73 Prozent lag, ist sie in den vergangenen 30 Jahren auf etwa ein Drittel gesunken“, erklärt der Meteorologe. „Ein Effekt, den die Literatur weitgehend dem Klimawandel zuschreibt.“










