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Home » Berg droht zu zerreißen – neuer Riss an Nachbar-Gipfel
Panorama

Berg droht zu zerreißen – neuer Riss an Nachbar-Gipfel

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 24, 2026
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Berg droht zu zerreißen – neuer Riss an Nachbar-Gipfel

Neuer Riss entstanden

Weiterer Berg in den Alpen droht zu zerreißen


Aktualisiert am 24.07.2026 – 10:41 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Riss im Gipfel des Hochvogels (Archivbild): Der Berg spaltet sich – wann er sich endgültig teilt, weiß niemand. (Quelle: Johannes Leinauer / TU München)

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Der Hochvogel-Riss in den Allgäuer Alpen vertieft sich. Fachleute fürchten einen massiven Felssturz. Unterdessen ist ein neuer Riss an einem Nachbar-Gipfel aufgetaucht.

In den Allgäuer Alpen reißt ein Berg immer weiter auf: Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, ist der Riss am Gipfel des 2.592 Meter hohen Hochvogel inzwischen mehr als zwei Meter breit und rund 100 Meter tief. Starkregen im Juni habe den Prozess offenbar beschleunigt, hieß es. Vermutlich spiele auch die Hitze eine Rolle.

Der Allgäuer Bergsteiger und Autor Kristian Rath entdeckte unterdessen am Gipfel der benachbarten, 2.284 Meter hohen Kesselspitze einen neuen, markanten Riss. Er leitete die Beobachtung an Geologen der Technischen Universität München weiter.

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Geologe: Beobachtung ist ernst zu nehmen

Der Riss sei deutlich zu erkennen gewesen, zitierte der Bayerische Rundfunk Rath. Es gebe eine klare Veränderung zum vergangenen Jahr. Dies zeige, dass sich dort etwas bewegt. Die Öffnung ziehe sich durch den ganzen Gipfelbereich und sehe aus wie eine Gletscherspalte.

Michael Krautblatter, Professor für Hangbewegungen an der Technischen Universität München, will die Stelle nun mit seinem Team begutachten. Die Meldung eines erfahrenen Bergsteigers und Kenners der Gegend sei ernst zu nehmen – auch wenn keine vorschnellen Schlüsse gezogen werden dürften: In den Bayerischen Alpen gebe es viele Risse.

Hochvogel: Teilbereich nahe an einem Kipppunkt

Krautblatter beobachtet seit Jahren den Hochvogel genau. Dort ist seit 2014 ein Messsystem installiert. Zuletzt zeigte es im Sommer deutliche Bewegungen. Inzwischen vergrößere sich der Hochvogel-Riss um bis zu fünf Millimeter pro Woche, hieß es.

Bei Starkregen wie zuletzt im Juni werde die Entwicklung beschleunigt. Laut Krautblatter zeigt schon geringer Wasserdruck Wirkung: Dies sei ein Hinweis darauf, dass zumindest ein Teilbereich des Hochvogels einem Kipppunkt nahe sei. Im Juni sei bereits ein rund 2.000 Kubikmeter großer Felsturm abgestürzt, weshalb neue Sensoren am Berg installiert wurden.

Zwei bis drei Tage Vorwarnzeit am Hochvogel

Akut ist die Gefahr aber wohl noch nicht. Christoph Erd, Hüttenwirt des Prinz-Luitpold-Hauses, sagte laut Bayerischem Rundfunk, für Wanderer rund um den Hochvogel sei die Lage derzeit interessant, aber nicht gefährlich. Bisher sei nur ein südlicher Weg zum Hochvogel wegen Felssturzgefahr gesperrt. Andere Wege seien nach wie vor offen.

Experte Krautblatter ist sich zwar sicher, dass der Südflügel des Hochvogel-Gipfels irgendwann komplett abbrechen wird. Er rechne aber damit, dass zwei bis drei Tage vorher die Messinstrumente eine erhebliche Beschleunigung anzeigen würden. „Das heißt, dass wir von einem Zentimeter pro Tag, einem Zentimeter pro Stunde reden“, hatte er bereits zuvor erklärt. Dies lasse genügend Zeit, um unmittelbar vor dem Auseinanderbrechen des Berges zu warnen.

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