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Home » Zwangsabstieg, Insolvenz, Wappenstreit – wie geht es weiter?
Sport

Zwangsabstieg, Insolvenz, Wappenstreit – wie geht es weiter?

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 23, 2026
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Zwangsabstieg, Insolvenz, Wappenstreit – wie geht es weiter?

Zwangsabstieg, Insolvenz, Wappenstreit

Bayerns Stadtrivale versinkt im Chaos – mal wieder


23.07.2026 – 13:55 UhrLesedauer: 3 Min.

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Loris Husic: Er gehört zum Regionalliga-Team von 1860 München. (Quelle: IMAGO/Ulrich Wagner/imago)

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Zwangsabstieg, Insolvenz, Wappenstreit: Beim TSV 1860 München regiert das Chaos. Doch ausgerechnet in der Regionalliga erfüllt sich eine große Sehnsucht der Fans.

Aus München berichtet Julian Buhl

Jetzt ist der TSV 1860 München endgültig in seiner neuen, bitteren Realität angekommen. Zum Pflichtspielauftakt der neuen Saison mussten die Löwen am Dienstagabend in der ersten Hauptrunde des Toto-Pokals beim oberbayerischen Kreisklasse-Klub SV Eintracht Berglern antreten – knapp 50 Kilometer nordöstlich von München vor 1.384 Zuschauern. Die Löwen gewannen souverän mit 5:0 und bekamen dabei schon einmal einen kleinen Vorgeschmack auf das, was sie in der kommenden Saison erwartet.

Nach der Insolvenz und dem damit verbundenen nächsten Zwangsabstieg in die Regionalliga ist das ab sofort wieder Amateur- statt Profifußball. Aufstiegsträume in die 2. Bundesliga oder gar in die höchste deutsche Spielklasse sind spätestens damit passé – zumindest für den Moment. Stattdessen tingeln die Löwen, die in einer längst vergessenen Zeit noch der große Stadtrivale des FC Bayern waren, nun über die Dorfplätze Bayerns.

Wie es bei dem Traditionsklub genau weitergeht, ist aber noch unklar. Bei 1860 regiert einmal mehr das Chaos. Das wurde beim Pflichtspielauftakt auch am Trikot, das die Spieler trugen, für alle Beobachter deutlich. Auf dem Trikot war nämlich nicht das bekannte Löwen-Wappen zu sehen.

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So sieht die neue Löwen-Realität aus: Kapitän Florian Niederlechner (vorne in weiß) führt 1860 München im Toto-Pokal bei Kreisklasse-Klub SV Eintracht Berglern aufs Feld. (Quelle: IMAGO/Ulrich Wagner/imago)

Kann sich 1860 von seinem Investor befreien?

Dass die Löwen ohne ihr gewohntes Wappen auf dem Trikot aufliefen, liegt an dem Streit zwischen dem Klub und dem langjährigen Investor Hasan Ismaik. Bis der Löwe wieder uneingeschränkt als Wappen genutzt werden kann, verwendet die neue Spielbetriebs-GmbH übergangsweise ein historisches Wappen. „Sobald die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen sind, wird der Löwe wieder als Wappen des TSV 1860 München eingesetzt“, hieß es dieser Tage in einer Mitteilung.

Der TSV 1860 München e. V. hatte in Erwartung der Insolvenz der Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA), an der Ismaik 60 Prozent der Anteile hielt, bei der Mitgliederversammlung die Gründung einer neuen Spielbetriebsgesellschaft beschlossen. Diese soll künftig den Profifußball bei den Löwen organisieren und den Neustart in der vierten Liga bewerkstelligen.

Hasan Ismaik bei einem seiner seltenen Besuche an der Grünwalder Straße (Archivbild): Aktuell ist der 48-Jährige zu Gesprächen in München.Vergrößern des Bildes
Hasan Ismaik (M.) bei einem seiner seltenen Besuche an der Grünwalder Straße. (Quelle: Imago/Ulrich Wagner)

Die Verantwortlichen erhoffen sich durch den in Eigenregie eingeleiteten Neuanfang und die Kündigung des Kooperationsvertrags mit Investor Ismaik wohl, das zu schaffen, was sich die meisten Fans seit vielen Jahren wünschen: die Löwen endlich von ihrem Investor zu befreien. Ob das tatsächlich gelingt und dieser Plan aufgeht, ist aber noch fraglich.

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