Bereits 1.000 Tote
UN: Zahl der Ebola-Fälle verdoppelt sich schneller
29.07.2026 – 23:05 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Fallzahlen verdoppeln sich alle 20 Tage. Die UN zieht einen Vergleich mit früheren Ausbrüchen.
Die Vereinten Nationen haben Alarm geschlagen: Der aktuelle Ebola-Ausbruch im Kongo wächst schneller als jeder zuvor dokumentierte. Mehr als 1.400 Menschen sind dort bisher an dem Virus gestorben.
Zum Vergleich: Beim Ebola-Ausbruch in Westafrika dauerte es acht Monate, bis 1.000 Menschen starben. Im Kongo waren es gerade einmal zwei Monate. „Dies ist der am schnellsten wachsende Ebola-Ausbruch aller Zeiten“, sagte Carl Skau, stellvertretender Leiter des Welternährungsprogramms WFP.
UN-Ebola-Koordinator Julien Harneis fordert eine massive Ausweitung der Hilfsmaßnahmen. „Die Zahl der Fälle steigt exponentiell an und verdoppelt sich alle 20 Tage. Dies ist ein weitaus schnelleres Wachstum als der Ausbau unserer Hilfsmaßnahmen“, sagte er. Besonders fehle es an Schutzausrüstung, medizinischem Fachpersonal und Logistikern. Eine frühzeitige Behandlung steigere die Überlebenschancen, betonte Harneis.
Ebola wird durch Körperkontakt und den Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. Zum Vergleich: Bei der Epidemie in Westafrika 2014 und 2015 starben mehr als 11.000 Menschen. Der zweitschwerste erfasste Ausbruch ereignete sich von 2018 bis 2020 ebenfalls im Ostkongo – damals kamen rund 2.300 Menschen ums Leben.
