„Wäre ich verantwortungslos gewesen …“

Mann in Badelatschen scheitert an Zugspitz-Mission


07.09.2026 – 14:17 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Zugspitze (Archibvild): Ein Badelatschen-Liebhaber aus Oberbayern wollte sie auf einer 106 Kilometer langen Route umrunden. (Quelle: Peter Kneffel/dpa/dpa-bilder)

Manuel Stegmayr ist Flugzeugingenieur, Hobbyfußballer und Extremsportler. Jetzt wollte er an der Zugspitze 5.400 Höhenmeter überwinden – in Badelatschen.

Ein kurioses Projekt an Deutschlands höchstem Berg ist gescheitert: Manuel Stegmayr aus Oberbayern hat versucht, die Zugspitze auf der Route des Zugspitz-Ultratrails zu umrunden. Die Distanz über 106 Kilometer, auf der 5.400 Höhenmeter zu bezwingen sind, griff er Berichten zufolge in Badelatschen und mit 15 Kilogramm schwerer Gewichtsweste an.

„Ich wandere mit Adiletten, trage sie auch, wenn ich meinem Onkel am Bauernhof helfe und beim Feste aufbauen“, erklärte der 33 Jahre alte Flugzeugingenieur dem „Merkur“. Insofern sei die Challenge an der Zugspitze „eine ganz persönliche Angelegenheit“ gewesen.

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Einmal habe er sogar die Zugspitze mit Badelatschen bestiegen, erklärte Stegmayr, der in seiner Heimat als Extremsportler bekannt ist. Den Zugspitz-Ultratrail sei er schon dreimal in Schuhen gelaufen.

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„Mental hätte ich es geschafft“

Zu seiner Liebe zu Badelatschen kam noch ein weiterer Grund für das Projekt hinzu. Stegmayr: „Ich mag nicht, wie die Hersteller einem alles Mögliche für die beste Performance verkaufen wollen, vom Schuh über den Rucksack bis zur Verpflegung.“ Daher die radikale Reduktion: „Ich wollte wissen, was ich schaffe“, erklärte der Hobbyfußballer. Nicht einmal Essen packte sich der 33-Jährige demnach ein, nur Wasser hatte er dabei.

Den kompletten Ultratrail in Badelatschen konnte er so nicht bezwingen: Nach drei Vierteln der Strecke brach er ab. „Ich hatte Kreislaufprobleme und Schwindelattacken“, zitierte ihn der „Merkur“. Von seiner Mutter und seiner Freundin habe er sich ins Klinikum Augsburg bringen lassen, um eine routinemäßige Untersuchung und eine Infusion zu bekommen. „Mental hätte ich es geschafft“, sagte er noch. „Wäre ich verantwortungslos gewesen, wäre ich weitergegangen.“

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