Winterflugplan gilt
Ryanair kappt Verbindungen am BER – diese Ziele fallen weg
25.10.2026 – 09:53 UhrLesedauer: 2 Min.
Mit dem Winterflugplan verliert der BER ein Viertel seines Ryanair-Angebots. Für den Flughafen hat das spürbare Folgen.
Ab diesem Sonntag (25. Oktober) fliegt Ryanair zwölf Verbindungen vom Berliner Flughafen BER nicht mehr an. Sechs dieser Ziele sind damit vom BER aus künftig gar nicht mehr direkt erreichbar, wie Ryanair und die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) mitteilten. Insgesamt verliert der BER damit rund die Hälfte seines bisherigen Ryanair-Angebots.
Zu den Zielen, die ersatzlos wegfallen, gehören Palermo, Marseille, Triest, Reggio Calabria, Tallinn und Pisa. Die übrigen sechs gestrichenen Verbindungen werden von anderen Fluggesellschaften übernommen: Gran Canaria künftig von Easyjet, Eurowings und Sundair, Fuerteventura von Easyjet und Eurowings, Bologna von Eurowings, Lanzarote von Easyjet und Eurowings, Thessaloniki von Easyjet und Aegean sowie Vilnius von Wizz Air.
Ryanair zieht sich wegen hoher Standortgebühren zurück
Für die FBB ist die Kürzung vor allem ein finanzielles Problem. Flughafenchefin Aletta von Massenbach rechnet für 2026 mit einem Rückgang der Passagierzahlen von 26,1 Millionen im Vorjahr auf rund 25,7 Millionen. Im Jahr darauf erwartet sie einen weiteren Rückgang auf 25 bis 25,2 Millionen Reisende. Ursprünglich hatte der BER für 2027 bis zu 27 Millionen Passagiere angepeilt.
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Als Grund für die Streichungen nennt Ryanair die hohen Standortgebühren in Deutschland, die das Unternehmen seit Jahren kritisiert. Der BER ist nicht der einzige betroffene Standort. Bundesweit will Ryanair im Winter 2025/26 rund 700.000 Sitzplätze weniger anbieten als im Vorjahr, was einem Rückgang von zehn Prozent entspricht.
Die FBB betont, dass trotz des Ryanair-Rückzugs ab Sonntag acht Ziele mehr vom BER erreichbar sind als im vergangenen Winter. Andere Fluggesellschaften bauen ihr Angebot in Schönefeld aus: Eurowings stationiert zwei weitere Flugzeuge am BER und erweitert seine dortige Flotte damit auf elf Maschinen. Auch die bulgarische Fluggesellschaft Wizz Air weitet ihr Angebot aus.