Köln und NRW
WDR-Chefin erwartet vorerst keinen höheren Rundfunkbeitrag
25.09.2026 – 16:48 UhrLesedauer: 1 Min.
Der WDR sitzt in Köln, sein Angebot finanziert sich auch aus Rundfunkbeiträgen. Intendantin Katrin Vernau erwartet vorerst keine Erhöhung.
WDR-Intendantin Katrin Vernau hat vorerst nicht mit einer Erhöhung des Rundfunkbeitrags gerechnet. Das sagte die Chefin des Kölner Senders der „Rheinischen Post“. Sie sehe derzeit keine politische Einigung auf einen höheren Beitrag. Auch bei einem neuen Finanzierungsmodell hält Vernau eine schnelle Erhöhung für unwahrscheinlich.
Hintergrund ist der Streit um die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. ARD und ZDF klagen vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Die Länder hatten eine empfohlene Erhöhung um 58 Cent ab Januar 2025 nicht umgesetzt. Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hatte die Erhöhung empfohlen. Die Länder argumentieren dagegen, der Finanzbedarf der Sender sei auch mit dem unveränderten Beitrag gedeckt.
WDR-Intendantin äußert sich zu AfD-Plänen für den ÖRR
Vernau äußerte sich zudem zu den Plänen der AfD für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Nach dem Wahlsieg der Partei bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hatte AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund angekündigt, einen Medienstaatsvertrag kündigen zu wollen. Vernau sagte, die AfD könne den öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht kurzfristig abschaffen. Verträge hätten Kündigungsfristen. Zudem müsse es eine Grundversorgung mit öffentlich-rechtlichen Angeboten geben.
Auch bei ausbleibender Einziehung der Rundfunkbeiträge könnten die Sender laut Vernau zunächst weitersenden. Eine solche Lage bezeichnete sie als „sehr schwierige Situation“.
