„Erst gestern eines verkauft“
Dieses Wiesn-Souvenir kostet 780 Euro – und ist ein Verkaufsschlager
25.09.2026 – 14:04 UhrLesedauer: 2 Min.

Wer sich ein Wiesn-Andenken kaufen möchte, hat zahllose Möglichkeiten. Zwischen Hendl-Hüten und Ansteckern findet sich auch etwas für den ganz großen Geldbeutel.
Sie ist in vollem Gange, die 191. Münchner Wiesn. Bei schönstem Sonnenschein und Temperaturen jenseits der 20-Grad-Marke ist die Theresienwiese Tag für Tag bestens besucht. Weil viele Gäste nicht aus München, sondern aus allen Ecken der Welt kommen, kaufen sie sich gerne etwas, das sie an ihren Wiesn-Besuch erinnert. Magneten, Wiesn-Krüge, Pullover und Hüte. Ganz normale Mitbringsel. Doch auf dem Gelände finden sich auch Souvenirs, die es in sich haben. Sowohl preislich als auch von der Größe.
Direkt vor der Bavaria, eingepfercht zwischen Käfer Wiesn-Schänke und Schützen-Festzelt, findet sich der Stand „Kohls Wiesn-Souvenirs“. Dort verkauft wird auch das wohl teuerste Mitbringsel der Wiesn. Kostenpunkt: stolze 780 Euro.
„Normale Leute, die sich einfach mal etwas gönnen wollen“
Bei dem Souvenir handelt es sich um einen riesigen, gestreiften Stofftiger. Den gibt es nicht nur in der XXL-Variante, sondern auch in der XL- und L-Variante zu kaufen. Für das mittlere Modell, das etwa 1,50 Meter lang ist, werden 450 Euro fällig. Für das „kleinere“ Modell 190 Euro. Wer kauft so etwas denn überhaupt, könnte sich mancher fragen. „Einige“, lautet die Antwort einer Standmitarbeiterin.
„Erst gestern haben wir den ganz großen Tiger verkauft. Und das war nicht der Erste“, erzählt sie einer Reporterin der Münchner t-online-Redaktion vor Ort. Auf die Frage, ob es sich bei den Käufern um gut betuchte Käfer- oder Schützenfestzelt-Gäste handelt, schüttelt sie den Kopf. „Nein, das könnte man meinen. Aber das sind ganz normale Leute, die sich einfach mal etwas gönnen wollen“.
Hendl-Hut wieder im Trend – aber nicht auf Platz 1
Hört man sich bei den anderen Souvenir-Verkäufern um, ist vor allem ein altbekanntes Wiesn-Accessoire voll im Trend – doch es ist nicht der Hendl-Hut. „Der ist zwar unter den Top 3, allerdings ist unser Verkaufsschlager weiterhin der klassische Jägerhut“, berichtet einer der Verkäufer. In den späten Abendstunden nehme das Interesse an den Hendl-Hüten allerdings stark zu, vor allem bei Touristen.
Das elektronisch betriebene Accessoire, das mit den „Hendl-Füßen“ aneinander schlägt, ist in diesem Jahr auf der Theresienwiese zum Preis von 35 Euro erhältlich. Im Internet kostet der Party-Gag übrigens nur etwa 9 Euro.