Geplanter Ausbau
Grünwalder Stadion: 1860 und Stadt wollen offenbar Großes verkünden
03.02.2026 – 10:23 UhrLesedauer: 2 Min.
Die lange diskutierte Modernisierung des Grünwalder Stadions nimmt konkrete Formen an. Die Pläne für den Ausbau sollen nun in einer Machbarkeitsstudie geprüft werden.
Es ist das Dauerthema bei 1860 München: der Ausbau des Grünwalder Stadions. Nachdem die „Löwen“ und die Stadt, der das Stadion gehört, seit Jahren nicht zueinandergefunden haben, kommt nun immer mehr Bewegung in das Thema. So sprach Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) erst vor wenigen Wochen im „Stadtgespräch“ bei „München TV“ von „konstruktiven Gesprächen mit den ‚Sechzgern'“.
Bis „Mitte des Jahres“ wolle man gemeinsam eine Studie zum Ausbau des Stadions erstellt haben und diese dann gemeinsam entwickeln, erklärte Reiter. Und genau diese Machbarkeitsstudie soll inzwischen offenbar in Auftrag gegeben worden sein. So berichtete es am Montagabend zumindest die „Abendzeitung“ unter Berufung auf eigene Informationen. Demnach wollten 1860 und die Stadt im Laufe des Tages die großen Neuigkeiten offiziell verkünden.
Geplant ist ein modernes Stadion mit Platz für bis zu 25.000 Zuschauer. „Das wäre – glaube ich – ein guter ‚Business-Case‘ für die ‚Sechzger‘. Modern mit Business-Seats und Videowall und was man heute halt so braucht“, sagte Reiter Mitte Januar im Interview mit „München TV“. Dazu soll das Stadion ein Schiebedach bekommen. Zum einen, damit die Fans – im wahrsten Sinne des Wortes – nicht mehr im Regen stehen. Zum anderen aus Lärmschutzgründen.
Wie die „AZ“ berichtet, ist auch geplant, die Ecken des Stadions zu schließen. Trotz aller Baumaßnahmen soll das „Sechzger“-Stadion aber seinen traditionellen Charakter behalten. Zum Beispiel dadurch, dass die Westkurve, die Heimat der aktiven Fanszene, ihre charakteristische Form behalten könnte. Zudem wichtig: Bei den Planungen denken die „Löwen“ offenbar groß, sogar eine Tauglichkeit für die Bundesliga soll von Beginn an mitgedacht werden.
Die Kosten für den Umbau dürften laut Reiter im „dreistelligen Millionenbereich“ liegen. Der OB stellte bereits klar: „Wir (die Stadt, Anm. d. Red.) werden es nicht zu 100 Prozent finanzieren. Auch nicht zu 50 Prozent.“ Eine Idee sei es, dass der TSV das Stadion im Erbpachtrecht übernimmt. Damit hätte der Klub allein die Verantwortung für die Entwicklung. Anschließend müsse ein Weg für einen finanziellen Ausgleich gefunden werden, so Reiter.
Er wünsche sich, „dass wir das Thema 2026 beschlussmäßig abschließen“. So wie auch die Fans der „Löwen“. Die hatten erst am vergangenen Samstag im Heimspiel gegen Alemannia Aachen (2:2) ihren Standpunkt und ihre Forderungen mit mehreren Plakaten klargemacht. „Endlich Taten statt leere Versprechungen“, „Keine großen Sprüche, keine Ausreden“, „Machen statt reden“ und „Mit Erbpacht und Mut wird’s ‚Sechzger‘ gut“, war auf den Tribünen unter anderem zu lesen.
