Thomas Müller war im Dezember schon mal auf der Tribüne bei Ihnen und den anderen Bayern-Bossen zu Besuch. Können Sie uns ein Update zu seiner möglichen Rückkehr zum FC Bayern geben?

Im Moment gibt es gar nicht so viel Kontakt zwischen ihm und uns, weil er in der MLS mit Vancouver in die Saison gestartet ist. Wenn er mal in Deutschland ist, freuen wir uns immer, wenn er uns besucht. Was seine Zukunft betrifft, muss er sich darüber im Klaren sein, was er will. Es nützt nichts, ihn jetzt mit der Karotte zu locken. Sondern es muss einfach bei ihm reifen. Dieser Job ist unglaublich anspruchsvoll. Und eins darf man nicht vergessen.

Thomas Müller ist jetzt 18 Jahre Fußballprofi. Ich gehe davon aus, dass er ein sehr reicher Mann ist, der diesen Job nicht unbedingt braucht, damit es ihm in der Zukunft noch wirtschaftlich gut geht. Diesen Job kann nur machen, wer bereit ist, 24/7 zu arbeiten. Jeder, der glaubt, man kann das so nebenbei machen, mal zwischendurch ein paar Interviews geben und praktisch nur durch Kommunikation die Dinge bewältigen, der liegt völlig falsch. Und das ist das, was wir für die Zukunft brauchen. Wir müssen Leute finden, die bereit sind, alles zum Wohle des FC Bayern zu tun – und nicht für sich selbst.

Abschließend: Auch die Frauenmannschaft des FC Bayern steht jetzt als Meister bereits fest, im Pokalfinale sowie im Halbfinale der Champions League. Hoffen Sie auf ein Doppel-Triple der Männer und Frauen?

Das wäre natürlich das Nonplusultra. Aber jetzt warten wir erst mal ab, es sind noch wichtige Spiele zu bestreiten. Die Frauen müssen genauso wie die Männer gegen Stuttgart das Pokalfinale gegen einen nicht zu unterschätzenden Gegner aus Wolfsburg bestreiten. Und der FC Barcelona als Halbfinalgegner in der Champions League ist auch eine echte Hausnummer. Aber es wäre natürlich eine wunderbare Angelegenheit, wenn am Ende sechs Pokale auf der Brüstung stehen würden.

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