33.000 Euro pro Quadratmeter
In München kostet ein Zimmer mit Bad fast eine Million Euro
27.04.2026 – 05:43 UhrLesedauer: 2 Min.
In München kostet ein Zimmer mit Bad knapp eine Million Euro. Was ein Münchner Immobilienexperte über diesen Preis sagt, überrascht.
Ein Zimmer, ein Bad, 30 Quadratmeter und ein Kaufpreis von 945.000 Euro. Eine Erdgeschosswohnung am Johannisplatz in Haidhausen, die das Immobilienunternehmen Legat Living derzeit vermarktet, steht beispielhaft für das obere Ende des Münchner Immobilienmarkts. Inklusive Nebenkosten für Steuern, Notar und Grundbuch landen Käufer bei knapp einer Million Euro; rund 33.000 Euro pro Quadratmeter, wie die „tz“ berichtet.
Das Gebäude, das im Sommer 2026 bezugsfertig sein soll, wartet mit gehobener Ausstattung auf: Eichendielenparkett, Fußbodenheizung und ein Bad mit Armaturen des Luxusherstellers Dornbracht. Im Haus gibt es außerdem ein automatisches Parksystem in der Tiefgarage. Ob ein Stellplatz im Kaufpreis enthalten ist, ließ Legat Living auf Anfrage der „tz“ offen. Wer mehr Platz will, zahlt noch deutlich mehr: Das Penthouse im selben Gebäude wird für knapp sechs Millionen Euro angeboten.
Der Preis mag extrem wirken, für Fachleute ist er es nur bedingt. Rudolf Stürzer vom Haus- und Grundbesitzerverein München verweist gegenüber der „tz“ auf die strukturellen Ursachen: explodierte Grundstückspreise, seit Corona um 30 bis 40 Prozent gestiegene Baukosten in einzelnen Gewerken und eine zahlungskräftige Käuferschicht mit hohen Ansprüchen. „Wohnungen mit so einem Standard sind sehr nachgefragt. In München ist viel Geld da“, sagt Stürzer. Zum Vergleich: Neubauwohnungen in zentraler Lage kosten in München im Schnitt rund 20.000 Euro pro Quadratmeter; am Stadtrand 10.000 bis 15.000 Euro.
Als Renditeobjekt taugt die Wohnung laut Stürzer dennoch nicht: „Das kann man über die Miete gar nicht gegenfinanzieren. Die wäre so hoch, das könnte sich quasi niemand leisten.“
