Flucht durch Abwassersystem
Spektakulärer Bankraub in Neapel
17.04.2026 – 01:35 UhrLesedauer: 2 Min.
Drei Männer haben eine Bank in Neapel überfallen. Offenbar gelangten sie durch ein Loch im Boden in die Geschäftsräume und konnten durchs Abwassersystem fliehen.
In Neapel hat es einen Banküberfall gegeben, der wie das Drehbuch aus einem Film aussah: ein Raub, eine Geiselnahme und eine spektakuläre Flucht. Am Donnerstag waren drei Männer in eine Filiale der Crédit Agricole in Neapel eingedrungen und hatten Angestellte sowie Kunden als Geiseln genommen, berichten der britische „Guardian“ und die italienische „La Repubblica“.
In der Bankfiliale waren nach Angaben der italienischen Zeitung am späten Vormittag etwa 25 Personen, als die Räuber offenbar durch ein Loch eindrangen, das sie von einem Abwassertunnel aus gebohrt hatten. Sie sollen maskiert und bewaffnet gewesen sein. Sie hielten ihre Geiseln für etwa zwei Stunden fest.
Einer der Geiseln, ein Bankkunde, berichtete der italienischen Nachrichtenseite Fanpage.it von dem Raub. „Ich war in der Bank, als sie hereinkamen; es waren definitiv drei. Sie kamen und sperrten uns – Kunden, Angestellte und den Filialleiter – in einen Raum ein. Sie waren bewaffnet, haben aber keine Gewalt angewendet.“
In dieser Zeit räumten sie einige Schließfächer der Bank leer, so Fanpage.it. Die Seite zeigte auch Bilder aufgebrochener Fächer. Gegen 12.45 Uhr wurde ein Alarm ausgelöst, so Medienberichte, die Polizei rückte an. Nach zwei Stunden kamen die Geiseln frei.
Aber erst gegen 17 Uhr stürmten den Berichten nach die Sicherheitskräfte die Bank – und fanden sie leer vor. Die Räuber waren getürmt. Sie flohen offenbar durch die gleiche Öffnung, durch sie auch gekommen waren. Ermittler sollen die Abwasseranlagen unter der Bank nun nach Spuren untersuchen.
Die Ermittler untersuchen laut „La Repubblica“ ein Auto mit einem provisorischen Nummernschild, das die Räuber vermutlich genutzt haben. Die Höhe der Beute wird noch ermittelt. Es wird jedoch davon laut Bericht ausgegangen, dass es sich um eine beträchtliche Summe handelt, die zum Teil aus Schließfächern stammt. Unterdessen geht die Fahndung nach den Tätern, die weiterhin auf freiem Fuß sind, weiter.
