Angeblicher Mitarbeiter von Kindersendung

Seit 15 Jahren eine Masche: Polizei sucht Betrüger

Aktualisiert am 11.05.2026 – 08:50 UhrLesedauer: 1 Min.

Eine Skulptur von der Maus in Köln (Symbolbild): Seit Jahren gibt sich ein Mann als Mitarbeiter der Sendung aus – und ergaunert so Geld. (Quelle: IMAGO/Christoph Hardt/imago)

Ein Mann reist durch Deutschland und behauptet, dass er für die „Sendung mit der Maus“ arbeitet. Er weckt das Mitleid seiner Opfer und macht sie so ärmer.

Seit mehr als 15 Jahren reist ein Mann durch Deutschland und bereichert sich mit der immer gleichen Betrugsmasche. Wie „Bild am Sonntag“ (BamS) berichtete, stellt er sich als Mitarbeiter der „Sendung mit der Maus“ vor – und sammelt von gutgläubigen Bürgern Spenden ein, die angeblich an leukämiekranke Kinder gehen sollen.

Der Mann erbeutet dabei laut „BamS“ im Schnitt 50 bis 100 Euro. Eines der Opfer schildert „BamS“: „Er erzählte uns, er sei vom WDR, seit über 20 Jahren Mitarbeiter bei der ‚Sendung mit der Maus‘ und schaue sich Drehorte an. Er redete und redete. Dann schenkte er uns Kinogutscheine und bot uns eine 200-Euro-Tankkarte von Aral an. Die Firmen würden so etwas immer spenden. Wir müssten nur 50 Euro für leukämiekranke Kinder geben.“ Als sie ihm das Geld gab, habe der Mann plötzlich erklärt, dass er schnell losmüsse, erzählt die Frau.

Der Mann stellt sich laut Bericht immer unter dem Alias „Jürgen Schneider“ vor. Jürgen Schneider ist der Name eines deutschen Bauunternehmers, der in den 1990er-Jahren unter anderem wegen Kreditbetrug und Urkundenfälschung verurteilt wurde.

Seit 2012 liegt laut „BamS“ gegen den Mann ein Haftbefehl vor. Da er keinen festen Wohnsitz habe, sei es der Polizei aber bisher nicht gelungen, ihn festzunehmen.

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