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Home » So unterscheidet sich die Hautkrankheit von normaler Akne
Gesundheit

So unterscheidet sich die Hautkrankheit von normaler Akne

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 18, 2026
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So unterscheidet sich die Hautkrankheit von normaler Akne

Ursachen von Akne vulgaris und Akne inversa

Akne vulgaris tritt meist in der Pubertät zum ersten Mal auf. Ursächlich ist die veränderte Hormonsituation. Der Körper bildet verstärkt männliche Sexualhormone, welche die Talgproduktion ankurbeln. Junge Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Zu der erhöhten Fettproduktion kommt es bei Akne vulgaris zudem zu einer Verhornungsstörung. Der Talg kann nicht mehr aus der Pore abfließen. In den verstopften Poren vermehren sich Aknebakterien. Entzündungsprozesse entstehen.

Die genauen Ursachen für die Haarfollikelentzündung der Akne inversa sind nicht bekannt. Fachleute vermuten ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren, darunter:

  • Erbliche Veranlagung: Bei etwa 40 Prozent der Betroffenen sind weitere Familienmitglieder von Akne inversa betroffen.
  • Hormonelle Einflüsse: Da deutlich mehr Frauen als Männer von Akne inversa betroffen sind und die Erkrankung bei Frauen zwischen der Pubertät und der Menopause auftritt, wird ein Einfluss von Hormonen angenommen.
  • Ein gestörtes Immunsystem: Auch wird eine gestörte Abwehrfunktion des Immunsystems diskutiert.
  • Hyperkeratose: Bei der Entstehung von Akne inversa scheint eine Verdickung der Hornschicht im Bereich der Haarfollikel vorzuliegen. Als Folge können sich Talg- und Schweißdrüsen verschließen.

Weitere Risikofaktoren von Akne inversa

Als weitere Risikofaktoren, die sich ungünstig auf eine Akne inversa auswirken können, gelten:

  • Rauchen
  • Adipositas und metabolisches Syndrom
  • übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrose)
  • bakterielle Besiedelung, insbesondere mit Staphylococcus aureus
  • mechanische Reizung der Haut (etwa durch Rasur)
  • psychische Belastungen

Wichtig zu wissen: Sowohl Akne vulgaris als auch Akne inversa sind nicht auf mangelnde Hygiene zurückzuführen und auch nicht ansteckend.

Behandlung von Akne vulgaris

Das Ziel der Akne-vulgaris-Behandlung ist eine Regulierung der Talgproduktion, eine Verbesserung der Verhornungsstörung sowie die Reduktion von Aknebakterien. Ein wichtiger Therapiebestandteil sind eine regelmäßige Hautreinigung sowie Hautpflege mit ölfreien, für Aknehaut geeigneten Produkten. Gängige Wirkstoffe sind beispielsweise Benzoylperoxid, Azelainsäure und Retinoide.

In schweren Fällen kann ergänzend eine medikamentöse Behandlung eingeleitet werden, um die Akne von innen zu bekämpfen, etwa mit Antibiotika, Hormonpräparaten oder Retinoid-Tabletten.

Behandlung von Akne inversa

Schmerzmittel stellen eine wichtige Behandlungssäule der Akne-inversa-Therapie dar. Eine weitere Säule ist die Versorgung der entzündeten Bereiche: Es kommen antibakteriell und antientzündlich wirkende Waschgele, Salben und bei Bedarf Tabletten zum Einsatz. Schwere Entzündungen können systemisch mit Antibiotika behandelt werden, etwa Clindamycin oder Doxycyclin. Auch Kortison kann Anwendung finden. Dieses wird beispielsweise in einzelne Abszesse gespritzt.

Biologika können ebenfalls eingesetzt werden, beispielsweise Adalimumab, Secukinumab oder Bimekizumab. Biologika greifen in definierte Signalwege des Immunsystems ein und können so Entzündungsbotenstoffe blockieren. Bei Akne inversa wirken sie Knoten, Abszessen, Schmerzen und nässenden Tunnelsystemen entgegen, vor allem bei mittelschweren bis schweren Verläufen.

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