Job-Aussichten für Torwart-Titan
Warum Axel Kahn seinem Bruder nicht unbedingt Fußball empfiehlt
09.10.2026 – 03:24 UhrLesedauer: 2 Min.
Axel Kahn rät seinem Bruder eher zum „schönen Lebensabend“. Einem passenden Angebot würde Oliver Kahn laut ihm aber „bestimmt“ zuhören.
Axel Kahn, Bruder von Oliver Kahn, sieht dessen Zukunft eher außerhalb des Fußballs. Im Interview mit der Münchner Abendzeitung (AZ) sagte er: „Mein Rat an Oliver wäre, sich einen schönen Lebensabend zu machen (lacht). Aber nein: Er ist erst 57. Wenn ein Jobangebot kommt, das auf ihn zugeschnitten ist und das er aus seiner Sicht erfolgreich gestalten kann, würde er sich das bestimmt anhören.“
Das Fußballgeschäft würde Axel Kahn ihm dagegen nicht mehr empfehlen: „Ich allerdings würde ihm das Fußball-Business nicht mehr unbedingt ans Herz legen. Es dreht sich alles nur noch um den schnellen Erfolg und sehr viel Geld. Surreale Zahlen auf Kosten der Spieler und den Menschen. Und je älter du wirst, desto extremer ist die psychische Belastung. Ob man sich das noch mal antun muss, weiß ich nicht.“
Kahn ist „fein“ mit seinem Ausscheiden beim FC Bayern 2023
Die AZ fragte auch nach dem Aus Oliver Kahns beim FC Bayern 2023. Axel Kahn antwortete: „Oliver ist fein damit, da ist nichts hängengeblieben.“ Beim FC Bayern habe es schon immer Grabenkämpfe gegeben, sagte er. Das sehe man auch bei Max Eberl, der sich „gefühlt für alles rechtfertigen“ müsse und seinen Platz behaupten, „trotz einer ziemlich weißen Weste respektive erfolgreicher Arbeit“. Axel Kahn weiter: „Letztendlich hat Uli Hoeneß immer das letzte Wort.“
An dem Gespräch nahm auch Ralf Moeller teil, ein langjähriger Freund von Axel Kahn. Über Hoeneß sagte er: „Uli Hoeneß ist der Godfather unter den Managern und wird es auch immer bleiben.“ Moeller weiter: „Es hat mich an eine Vater-Sohn-Beziehung erinnert bei Hoeneß und Olli Kahn.“ Einen Mann wie Hoeneß müsse man einbeziehen, so Moeller, „aber dafür ist Olli nicht der Typ, er ist mehr ein Einzelkämpfer“.