Erster Fall seit 1966
Fleischfressender Parasit bedroht US-Viehwirtschaft
04.06.2026 – 09:42 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Neuwelt-Schraubenwurmfliege breitet sich weiter über den amerikanischen Kontinent aus. Jetzt ist der erste Fall in Texas nachgewiesen worden.
Viehzüchter in den USA sind wegen des Auftauchens einer bestimmten Schmeißfliegen-Art alarmiert. Erstmals seit 1966 wurde die sogenannte Neuwelt-Schraubenwurmfliege bei einem Kalb in der texanischen Stadt La Pryor nachgewiesen, bestätigte am Mittwochabend das Agrarministerium.
Die Larven des Parasiten nisten sich in offenen Wunden von Warmblütern ein und fressen das Gewebe der lebenden Wirte. Um eine Ausbreitung zu verhindern, verhängte die Behörde eine Sperrzone von 20 Kilometern.
- Invasive Schlangenart auf Urlaubsinsel: Stiftung warnt vor Gelbgrüner Zornnatter
- „Landarbeiter-Mafia“: Sie wurden in Brand gesteckt: Vierfach-Mord erschüttert Italien
Die Sorge vor der Krankheit belastet auch die Finanzmärkte. Die Terminkontrakte für Mastrinder an der Chicagoer Börse gaben nach. Zudem fielen die Aktien großer Fleischverarbeiter wie Tyson Foods und JBS.
US-Behörden reagieren auf Nachweis der Schraubenwurmfliege
Der Ausbruch bedroht die US-Rinderbestände, die sich ohnehin auf dem niedrigsten Stand seit 75 Jahren befinden. Experten befürchten allein für die texanische Viehwirtschaft wirtschaftliche Schäden von bis zu 1,8 Milliarden Dollar.

Der Parasit breitet sich seit dem vergangenen Jahr von Mittelamerika über Mexiko nach Norden aus. In Mexiko wurden seit November 2024 mehr als 27.000 Fälle registriert. Die US-Regierung hält die Grenze für Viehimporte aus dem Nachbarland deshalb seit über einem Jahr geschlossen.
US-Landwirtschaftsministerin Brooke Rollins erklärte, das Aussetzen steriler Fliegen sei das wirksamste Mittel, um den Parasiten zu bekämpfen. Diese Methode hatte bereits in den 1960er Jahren zur Ausrottung des Schädlings in den USA geführt.
Für Menschen besteht Experten zufolge nur ein geringes Risiko. Eine Infektion bei Tieren kann zwar geheilt werden, die Behandlung ist jedoch zeitaufwendig und teuer, da Hunderte Larven entfernt und die Wunden desinfiziert werden müssen.











