Neue Umfrage in Sachsen-Anhalt
AfD-Kandidat könnte dank BSW Ministerpräsident werden
10.08.2026 – 11:48 UhrLesedauer: 2 Min.
Ulrich Siegmund könnte der erste Ministerpräsident einer gesichert rechtsextremen Partei werden. Aktuelle Umfrageergebnisse machen den Fall immer wahrscheinlicher.
Die AfD hat in Sachsen-Anhalt laut einer aktuellen Insa-Umfrage einen weiteren Prozentpunkt dazugewonnen und steht nun bei 42 Prozent. Die Partei von Spitzenkandidat Ulrich Siegmund erreicht damit 20 Prozentpunkte mehr Zustimmung als die CDU, berichtet die „Bild“.
Die Christdemokraten verlieren zwei Prozentpunkte und kommt somit auf 22 Prozent. „Die CDU wird die AfD bis zum 6. September nicht mehr überholen. Die AfD wird bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt die stärkste politische Kraft“, erklärt Insa-Chef Hermann Binkert der „Bild“.
Die Linke folgt mit 13 Prozent. Mit 6 Prozent würde die SPD der Umfrage zufolge knapp in den Landtag einziehen, FDP und Grüne würden unverändert an der Fünfprozenthürde scheitern. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hingegen legt in der Umfrage einen Prozentpunkt zu und käme auf 5 Prozent. BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht hat bereits im Vorfeld deutlich gemacht, dass ihre Partei nicht für CDU-Ministerpräsident Sven Schulze stimmen werde. Das könnte brisant werden.
- Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026: Wahlumfragen zeigen klaren Prognose-Trend
- Landtagswahl 2026: Aktuelle Nachrichten
Grüne und FDP im Landtag würden es der AfD schwieriger machen
In den ersten beiden Wahlgängen braucht ein Ministerpräsidenten-Kandidat die absolute Mehrheit – die den Umfragen zufolge weder Siegmund noch Schulze haben. Im dritten Wahlgang würde dann eine einfache Mehrheit der Stimmen reichen, um zum Ministerpräsidenten gewählt zu werden. CDU, SPD und Linke kämen den aktuellen Umfrageergebnissen zufolge auf 41 Prozent, die AfD alleine schon auf 42 Prozent. Die Enthaltung des BSW würde so dafür reichen, den ersten AfD-Ministerpräsidenten an die Macht zu bringen.
Wenn Grüne und FDP doch in den Landtag einziehen würden, würde es für die AfD hingegen schwieriger werden, in das Ministerpräsidentenamt zu kommen. Der Verfassungsschutz stuft die AfD in Sachsen-Anhalt als rechtsextrem ein.
