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Home » Neue Regeln beim Elterngeld: Was plant Prien?
Politik

Neue Regeln beim Elterngeld: Was plant Prien?

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 7, 2026
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Neue Regeln beim Elterngeld: Was plant Prien?

Zeit für Kinder

Neue Regeln beim Elterngeld: Was plant Prien?

Aktualisiert am 07.07.2026 – 04:30 UhrLesedauer: 4 Min.

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Das Elterngeld ist eine Leistung für Väter und Mütter während einer beruflichen Auszeit zur Kinderbetreuung. (Archivbild) (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa/dpa-tmn/dpa-bilder)

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Mütter und Väter sollen sich ohne allzu große finanzielle Sorgen die ersten Monate um ihr Baby kümmern können – das war ein Ziel des Elterngelds. Nun wird die staatliche Leistung umgebaut.

Füttern, wickeln, baden, singen, spielen: Wer künftig für sein Baby eine berufliche Auszeit nimmt, muss sich auf Änderungen beim Elterngeld einstellen. Familienministerin Karin Prien (CDU) hat ein neues Modell vorgelegt. Sie will Väter mehr in die Erziehungsarbeit einbinden. Aber es geht auch darum, 500 Millionen Euro im Jahr zu sparen.

So soll es die staatliche Leistung künftig nur noch 12 statt bisher 14 Monate geben – sofern beide Elternteile jeweils mindestens drei Monate der Erziehungszeit übernehmen. Zugleich sollen die monatlichen Summen erstmals seit fast 20 Jahren ein klein bisschen steigen.

Das Familienministerium bestätigte entsprechende Informationen des Portals „Politico“, allerdings mit dem Hinweis, dass der Gesetzentwurf noch in der Ressortabstimmung sei. Erst muss sich also die Regierung final einig werden, dann ist das Parlament am Zuge. Einige wichtige Punkte im Überblick:

Was ist das Elterngeld überhaupt?

Eingeführt wurde das Elterngeld 2007, um Paare zum Nachwuchs zu ermutigen und Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Seither gibt es auf Antrag mindestens 300 Euro pro Monat, höchstens aber 1.800 Euro. Die Einkommensgrenze liegt seit 1. April 2025 bei 175.000 Euro: Paare und Alleinerziehende mit einem zu versteuerndem Jahreseinkommen darüber bekommen die Leistung nicht mehr. Das Elterngeld wird derzeit 14 Monate lang gezahlt, wenn sich beide Elternteile mit jeweils mindestens zwei Monaten an der Betreuung beteiligen. Mit „Elterngeld Plus“ kann man die Zahlungsdauer strecken, dafür sind die monatlichen Summen kleiner.

Wer bekommt das Elterngeld bislang?

2025 bezogen nach Angaben des Statistischen Bundesamts 1,61 Millionen Menschen Elterngeld, darunter 1,19 Millionen Frauen und 417.000 Männer. Diese Zahlen sinken wegen des Geburtenrückgangs seit Jahren und lagen im vergangenen Jahr um 13,9 Prozent niedriger als 2021. Der Väteranteil – also der Anteil der Männer an allen Elterngeldbeziehern – betrug zuletzt 25,9 Prozent.

Die staatlichen Ausgaben für die Leistung sanken nach Daten des Bremer Instituts für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe in den vergangenen Jahren konstant – weil weniger Babys geboren wurden. Waren es 2022 noch gut 7,6 Milliarden Euro, so lag die Summe 2025 bei knapp 7,1 Milliarden Euro.

Schon im Koalitionsvertrag 2025 hatten Union und SPD Änderungen vereinbart. „Wir entwickeln das Elterngeld weiter, indem wir mehr Anreize für mehr Partnerschaftlichkeit, insbesondere mehr Väterbeteiligung in alleiniger Verantwortung setzen“, hieß es da. Jetzt erhöhen Sparzwänge den Reformdruck.

Was soll sich jetzt genau ändern?

Nur noch 12 statt 14 Monate und drei statt zwei Vätermonate – so will Prien das Modell ändern. „Drei Monate sind zukünftig für jedes Elternteil reserviert“, zitiert das Portal „Politico“ aus Priens Gesetzentwurf. „Sechs weitere Monate können zwischen den Eltern flexibel aufgeteilt werden.“ Alleinerziehende können aber bis zu zwölf Monate volles Elterngeld erhalten.

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