WM im Sommer
Fanfest-Schock für Hamburger Fußballfans
04.03.2026 – 13:12 UhrLesedauer: 2 Min.
Das Fanfest auf dem Heiligengeistfeld gehört für Hamburger Fußballfans zu jeder WM und EM. Doch 2026 fällt es aus – die Gründe.
Zehntausende Fans verfolgten große Turniere in den vergangenen Jahren gemeinsam auf dem Heiligengeistfeld. Zur Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko im Sommer 2026 fällt das Fanfest jedoch aus – aus mehreren Gründen. Das kündigte der Veranstalter Uwe Bergmann an.
„Es wird dieses Jahr von uns kein Fanfest in Hamburg zur WM 2026 geben“, sagte Bergmann dem „Abendblatt“. Man habe gehofft, erneut eine große Veranstaltung auf die Beine zu stellen, „aber ich musste mir eingestehen, dass es dieses Jahr nicht darstellbar ist“. Auch dem NDR bestätigte Bergmann die Absage.
Das Public Viewing auf den Großbildschirmen neben dem Millerntor-Stadion gehört seit der „Sommermärchen“-WM in Deutschland 2006 zu jedem großen Fußballturnier dazu. Bei der EM 2024 zog die Veranstaltung insgesamt mehr als 600.000 Menschen an, an einzelnen Tagen kamen bis zu 50.000 Besucher auf die Anlage.
Der Hauptgrund für die Absage sind gestiegene Kosten. „Die Kosten für eine solche Veranstaltung sind wahnsinnig hoch geworden“, sagte Bergmann dem NDR. Allein die Nutzung des Geländes, Sicherheitsmaßnahmen und Technik seien deutlich teurer geworden.
Die Finanzierung über Gastronomie reiche dafür nicht mehr aus. „Das kostet alles viel Geld und das kann man nicht mehr durch den Verkauf von Getränken reinholen“, so Bergmann weiter zum NDR. Versuche, zusätzliche Sponsoren zu gewinnen, seien erfolglos geblieben.
Nach Angaben des Veranstalters hätte das fünfwöchige Event rund 400.000 Euro gekostet. „Allein hätten wir es niemals finanziert bekommen“, sagte Bergmann dem „Abendblatt“.
Auch organisatorische Faktoren spielten eine Rolle. Die WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada wird erstmals mit 48 Mannschaften ausgetragen und dauert länger als bisher. Dadurch kollidiert die Finalphase mit den Aufbauarbeiten für den Sommerdom auf dem Heiligengeistfeld.
Hinzu kommen ungünstige Anstoßzeiten wegen der Zeitverschiebung nach Nordamerika. Viele Spiele beginnen in Hamburg erst spät in der Nacht oder am frühen Morgen. „Deswegen kommen in der Woche weniger Leute“, erklärte Bergmann dem NDR. Zudem könne der Lärmschutz bei Nachtspielen zusätzliche Probleme verursachen.
Ein dauerhaftes Aus für das Fanfest bedeutet die Entscheidung laut Veranstalter nicht. „Ich habe die große Hoffnung, dass wir in zwei Jahren zur Euro andere Meldungen verbreiten“, sagte Bergmann dem NDR.










