Listerien-Verdacht
Vier Käsesorten bundesweit zurückgerufen
29.10.2026 – 18:41 UhrLesedauer: 2 Min.
In mehreren Brie-Produkten eines Schweizer Herstellers wurden Bakterien nachgewiesen. Wer die betroffenen Käse gekauft hat, sollte sie nicht essen.
Der Schweizer Hersteller Eberle Spezialitäten AG hat vier Mini-Brie-Sorten aus dem deutschen Handel zurückgerufen. In den Produkten wurde eine Verunreinigung mit Listerien festgestellt, wie das Unternehmen mitteilt.
Die Käse wurden bundesweit über Filialen verschiedener Einzelhändler verkauft. In der Schweiz wurde der laufende Rückruf laut „produktwarnung.eu“ bereits drastisch ausgeweitet.
Diese Produkte sind betroffen

Zurückgerufen werden vier Sorten der Marke Eberle Spezialitäten AG, jeweils in der 150-Gramm-Packung:
- Brie Mini Nuss mit den Chargennummern 145867 (Mindesthaltbarkeitsdatum 13. November 2026) und 146629 (20. November 2026)
- Brie Mini Schnittlauch mit den Chargennummern 145868 (13. November 2026) und 146630 (20. November 2026)
- Brie Mini Trüffel mit den Chargennummern 145876 (13. November 2026) und 146641 (20. November 2026)
- Brie Mini Chili mit der Chargennummer 146628 (20. November 2026)
Wer eines dieser Produkte zu Hause hat, kann es in der jeweiligen Verkaufsstelle zurückgeben. Der Kaufpreis wird auch ohne Kassenbon erstattet.
Ebenfalls wegen Listerien-Verdachts ruft die Strähl Käse AG den Weichkäse Bonaparte Classic zurück, der an der Frischetheke von Rewe-Märkten in fünf deutschen Bundesländern verkauft wurde.
Listerien für manche Menschen riskant
Listerien sind Bakterien, die beim Menschen die Infektionskrankheit Listeriose auslösen können. Bei gesunden Erwachsenen verläuft sie oft mild oder bleibt unbemerkt. Mögliche Symptome sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Fieber, die meist innerhalb von 14 Tagen nach der Infektion auftreten.
Für bestimmte Personengruppen ist die Erkrankung jedoch gefährlich: Kleinkinder, Menschen mit geschwächtem Immunsystem sowie Patienten nach Operationen oder mit Erkrankungen wie Krebs, Aids oder Diabetes können schwer erkranken. Im schlimmsten Fall können Listerien eine Blutvergiftung oder Hirnhautentzündung verursachen, die zwar mit Antibiotika behandelt werden kann, aber in rund 30 Prozent der Fälle tödlich verläuft.
Besonders gefährdet sind auch Schwangere: Eine Listeriose kann Frühgeburten, schwere Schädigungen oder den Tod des ungeborenen Kindes zur Folge haben. Die Schwangere selbst bemerkt die Infektion dabei häufig nicht. Wer nach dem Verzehr der betroffenen Produkte anhaltende oder schwere Beschwerden entwickelt, sollte ärztliche Hilfe aufsuchen.