Millionenprojekt in London startet
Berühmte Einkaufsmeile sperrt Autos aus
29.10.2026 – 16:58 UhrLesedauer: 2 Min.
Täglich drängen sich rund eine halbe Million Menschen durch die Londoner Oxford Street. Jetzt ist ein zentrales Teilstück für Fahrzeuge gesperrt – der Auftakt zu einem Millionenprojekt.
Auf einem knapp einen Kilometer langen Abschnitt der Londoner Oxford Street gilt ab sofort ein striktes Fahrverbot. Zwischen der Orchard Street und der Great Portland Street dürfen weder Autos, Taxis, Busse noch Fahrräder oder E-Scooter fahren. Bürgermeister Sadiq Khan rief mit der autofreien Zone eine „neue Ära“ für die Hauptstadt des Vereinigten Königreichs aus.
Die Oxford Street gilt als eine der bekanntesten Einkaufsadressen der Welt. Doch in den vergangenen Jahren häuften sich Leerstände, das Straßenbild wurde zunehmend von Billigläden und Souvenirshops geprägt. Das Image der Einkaufsmeile litt darunter spürbar.
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London investiert 180 Millionen Euro
Die Sperrung ist Khans Antwort auf diesen Niedergang. Mit der eigens gegründeten Oxford Street Development Corporation will die Stadt den Umbau nun gezielt steuern. Insgesamt sollen rund 150 Millionen Pfund, umgerechnet etwa 178 Millionen Euro, in das Projekt fließen. Das erklärte Ziel ist es, die Straße wieder auf eine Stufe mit Adressen wie dem Times Square in New York oder den Champs-Élysées in Paris zu heben.
Die Verkehrssperrung soll erst der Anfang sein. Bis zum Frühjahr 2027 soll zunächst eine Übergangsgestaltung fertig werden; der dauerhafte Umbau beginnt danach. Geplant sind mehr als 50 neue Bäume sowie zahlreiche Bänke und Stühle. Die Fahrbahn wird an zwei Stellen auf Gehweg-Niveau angehoben. Dort entstehen die beiden öffentlichen Plätze. Dazu kommen zwei größere öffentliche Plätze, die für Veranstaltungen und Gastronomie genutzt werden sollen.
Zunächst soll sich die neu gewonnene Fläche im laufenden Weihnachtsgeschäft bewähren. Traditionell zieht die Oxford Street in dieser Zeit Hunderttausende Besucher an, die unter den bekannten Lichterketten einkaufen. Die Erfahrungen aus dieser ersten Phase sollen dann direkt in die weiteren Bauarbeiten im neuen Jahr einfließen.