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Home » Großeinsatz für Castor-Transport gestartet
Politik

Großeinsatz für Castor-Transport gestartet

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 7, 2026
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Großeinsatz für Castor-Transport gestartet

Atommüll

Großeinsatz für Castor-Transport gestartet

Aktualisiert am 07.07.2026 – 20:07 UhrLesedauer: 2 Min.

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In den vergangenen Wochen fuhren schon mehrere Castor-Transporte durch Nordrhein-Westfalen. (Archivbild) (Quelle: David Ebener/dpa/dpa-bilder)

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Der Atommüll-Transport wird in NRW erneut von einem Großaufgebot der Polizei begleitet. Es ist bereits der fünfte seit Ende März.

Die Polizei hat einen Großeinsatz zum Schutz des fünften Castor-Transports aus dem Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager Ahaus gestartet. Das teilte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur mit. Wann genau der Transport des hochradioaktiven Atommülls beginnt, sagte er nicht. Anti-Atomkraft-Initiativen erwarten den Start für den heutigen Abend.

Die Polizei sichert die unangekündigte Aktion mit Hunderten Beamten auf der Strecke sowie am Start- und Zielpunkt. Die Fahrtroute und Alternativstrecken werden aus Sicherheitsgründen nicht bekanntgegeben. Für die etwa 170 Kilometer lange Strecke werden etwa vier Stunden benötigt.

An mehreren Stellen soll es Proteste geben. Das Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ veranstaltet in Jülich eine Mahnwache, die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ eine weitere in Ahaus.

Castor-Transporte bislang ohne Zwischenfälle

Die ersten vier nächtlichen Transporte quer durch NRW verliefen in den vergangenen Wochen ohne Zwischenfälle. Die Polizei begleitete sie jeweils mit einem Großaufgebot. An mehreren Stellen demonstrierten Menschen gegen die Verlagerung des Atommülls.

Die Transporte nach Ahaus könnten sich länger hinziehen als geplant. Das Transportunternehmen Orano habe die Verlängerung der Transportgenehmigung um ein Jahr bis August 2028 beantragt, sagte ein Sprecher der Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen. Sie ist die Auftraggeberin der Transporte. Zuvor hatte der WDR darüber berichtet.

Castor-Behälter im Forschungszentrum JülichVergrößern des Bildes
Im früheren Forschungszentrum Jülich lagern Castor-Behälter. Sie sollen von Jülich ins 170 Kilometer entfernte Ahaus transportiert werden. (Archivbild) (Quelle: picture alliance / dpa/dpa-bilder)

152 Castor-Behälter müssen nach Ahaus

In den Behältern werden insgesamt gut 288.000 tennisballgroße Brennelemente aus dem Versuchsreaktor transportiert. Der Reaktor war ein Kugelhaufen-Hochtemperaturreaktor. Die Anlage war von 1967 bis 1988 in Betrieb.

Die Brennstoffe in den Kugeln geben weiterhin radioaktive Strahlung ab und wären außerhalb der Behälter hochgefährlich. In jeden Behälter passen maximal 1.900 Kugeln, die insgesamt rund zwei Kilogramm Brennstoff enthalten. Ein beladener Castor-Behälter wiegt rund 27 Tonnen, ein Sattelzug mitsamt einem vollen Behälter knapp 130 Tonnen.

Insgesamt sollen 152 Castor-Behälter nach Ahaus gebracht werden. Hintergrund ist eine Anordnung der NRW-Atomaufsicht, das Zwischenlager in Jülich zu räumen, weil dort eine Erdbebensicherheit nicht nachgewiesen werden konnte. Bei dem Transport durch Nordrhein-Westfalen handelt es sich in der Summe um einen der größten Atommüll-Transporte auf der Straße seit Jahrzehnten.

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