Bauchspeicheldrüsenentzündung erkennen
Pankreatitis – diese Schmerzen sind ein Warnsignal
Aktualisiert am 24.09.2026 – 14:15 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung ruft fast immer heftige Schmerzen hervor. Erfahren Sie hier, wie sich die Schmerzen bei einer Pankreatitis äußern – und was im Notfall zu tun ist.
Die Bauchspeicheldrüse erfüllt verschiedene Funktionen: Zum einen stellt sie Verdauungssäfte her, zum anderen bildet sie die Botenstoffe Insulin und Glukagon, die den Blutzuckerspiegel regulieren.
Entzündet sich die Drüse, auch Pankreas genannt, wirkt sich das also unter anderem auf die Verdauung aus. Viele Betroffene leiden dann an Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen. Vor allem aber macht sich eine akute Entzündung durch starke Schmerzen bemerkbar.
Wo hat man bei Pankreatitis Schmerzen?
Die Bauchspeicheldrüse befindet sich im oberen, hinteren Bereich des Bauchraums. Entsprechend äußert sich eine Pankreatitis durch Schmerzen im Oberbauch. Diese können gürtelförmig in den Rücken ausstrahlen.
Bei einer akuten, also plötzlich auftretenden Pankreatitis entwickeln sich die Schmerzen in der Regel unerwartet und innerhalb kurzer Zeit. Sie gehen häufig mit weiteren Symptomen einher, insbesondere mit Verdauungsbeschwerden wie einem Völlegefühl, Übelkeit und Erbrechen. Typisch ist zudem ein sogenannter „Gummibauch“: Der Bauch fühlt sich beim Betasten prall und elastisch an.
Aufgrund ihrer Heftigkeit lassen sich die Schmerzen kaum ignorieren. Die Betroffenen fühlen sich dadurch normalerweise so stark beeinträchtigt, dass sie sofort eine ärztliche Praxis oder ein Krankenhaus aufsuchen. Das ist auch gut so: Eine Pankreatitis kann gefährliche Folgen haben, die rechtzeitige medizinische Gegenmaßnahmen erfordern. In der Regel erfolgt die Behandlung im Krankenhaus.
Schmerzen bei chronischer Pankreatitis
Bei einer akuten Pankreatitis klingen die Schmerzen meist innerhalb weniger Tage bis etwa einer Woche ab. Bei schweren oder komplizierten Verläufen können Beschwerden jedoch Wochen bis Monate bestehen bleiben, die Behandlung nimmt dann entsprechend mehr Zeit in Anspruch.
Eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung hingegen kann mit wiederkehrenden Schüben oder anhaltenden Beschwerden verlaufen. Dann kommt es wiederholt zu unterschiedlich stark ausgeprägten Schmerzen, die Stunden, Tage oder sogar länger andauern können.
Durch eine chronische Pankreatitis ausgelöste Schmerzen haben meist einen dumpfen, brennenden Charakter. In manchen Fällen bleiben sie aber auch aus. Dann bemerken die Erkrankten womöglich andere Beschwerden zuerst – etwa einen sogenannten Fettstuhl (glänzenden, klebrigen, hellen Stuhl), Mangelerscheinungen und/oder einen Gewichtsverlust.
Fazit
Wer an einer akuten Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung) erkrankt ist, bemerkt das typischerweise an starken Schmerzen im Oberbauch, die gürtelförmig in den Rücken ausstrahlen können. Sie treten meist plötzlich auf und werden möglicherweise von Verdauungsbeschwerden und anderen Symptomen begleitet. Da eine Pankreatitis gefährliche Folgen haben kann, ist es wichtig, sich bei diesen Symptomen sofort in ärztliche Behandlung zu begeben.