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Home » Generalinspekteur warnt vor Putins Angriff spätestens 2029
Politik

Generalinspekteur warnt vor Putins Angriff spätestens 2029

MitarbeiterBy MitarbeiterMai 15, 2026
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Generalinspekteur warnt vor Putins Angriff spätestens 2029

„Unser Problem ist in Moskau“

Bundeswehrgeneral: Russischer Angriff 2029 – oder früher

Aktualisiert am 15.05.2026 – 06:54 UhrLesedauer: 2 Min.

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Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, reiste nach Washington, um bei der Trump-Regierung für die neue nationale Militärstrategie zu werben. (Archivbild) (Quelle: Heiko Becker)

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Russland könnte nach Einschätzung des Generalinspekteurs der Bundeswehr schon in wenigen Jahren die Nato militärisch herausfordern.

Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, rechnet damit, dass Russland spätestens 2029 die Nato militärisch testen könnte. „Die verschiedenen Indikatoren – Aufrüstung, Personalaufbau, wirtschaftliche und politische Entwicklungen – laufen auf einen Punkt zu: 2029. Könnte es früher passieren? Ja“, sagte Breuer in einem gemeinsamen Interview mit seinem britischen Amtskollegen Air Chief Marshal Sir Richard Knighton der „Süddeutschen Zeitung“.

Angesichts von Truppenabzügen und widersprüchlichen Signalen aus Washington betonten beide Militärs den Zusammenhalt der Nato. „Unser Problem ist in Moskau und nirgendwo anders“, sagte Breuer. Deutschland brauche deshalb bereits heute eine sogenannte „Fight-Tonight-Fähigkeit“ – also Streitkräfte, die sofort einsatzbereit seien.

  • Trumps Tomahawk-Absage: Deutschland kann Putin wenig entgegensetzen
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Deutschland und Großbritannien rücken enger zusammen

Deutschland und Großbritannien hatten bereits im Oktober 2024 das sogenannte Trinity-House-Abkommen geschlossen. Die Vereinbarung sieht eine engere Zusammenarbeit bei Abschreckung, Einsatzbereitschaft und Rüstungsprojekten vor.

Breuer und Knighton erklärten, ihre Streitkräfte könnten schon heute gemeinsam kämpfen. Als Beispiele nannten sie die gemeinsame Luftraumüberwachung im Baltikum und die Kooperation im Nato-Seeverband.

Zur Debatte über eine europäische Nuklearabschreckung mit deutscher Beteiligung äußerte sich Breuer zurückhaltend. „Neue militärische Konstrukte braucht es dafür zunächst nicht“, sagte er. Knighton betonte zugleich, die britische Nuklearstreitmacht bleibe vollständig in die Nato eingebunden.

Zweifel an US-Raketenstationierung

Breuer bestätigte zudem, dass die unter US-Präsident Joe Biden geplante Stationierung eines Long-Range-Fires-Bataillons in Deutschland offenbar nicht umgesetzt wird. „Das ist ein strategisches Thema“, sagte er.

Die US-Raketen sollten ursprünglich eine Übergangslösung sein, bis Deutschland eigene Fähigkeiten für Angriffe und Verteidigung auf große Distanzen aufgebaut hat. Nun prüfe die Bundesregierung nach Angaben Breuers „mit Hochdruck Übergangslösungen“. Dazu gehöre auch der mögliche Kauf bereits verfügbarer Systeme.

Breuer war dafür vorletzte Woche im Pentagon. Ende Mai reist Verteidigungsminister Boris Pistorius nach Washington, um weiter für den Kauf von Tomahawk-Marschflugkörpern zu werben.

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