„Die Welt steht still“

Dreijähriger erstickt beim Spielen im Sand


09.05.2026 – 11:56 UhrLesedauer: 2 Min.

Der kleine Oskar: Das Kind fiel im elterlichen Garten kopfüber in ein selbst gebuddeltes Sandloch. (Quelle: Gofundme)

Ein Kind buddelt im Garten ein Loch. Als seine Mutter den kleinen Oskar findet, ist es schon zu spät. Jetzt ist die Anteilnahme riesig.

In Ostfriesland ist ein drei Jahre alter Junge beim Spielen im Sandkasten gestorben. „Man muss von einem Unglücksfall ausgehen“, sagte am Freitag ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Aurich.

Auf der Spendenseite „Gofundme“ wird jetzt im Namen der Angehörigen um Unterstützung für die Familie gebeten. Der kleine Oskar sei ein „fröhlicher, frecher Junge“ gewesen. Er habe Trecker über alles geliebt, seine eigenen Hühner gehabt, Dinosaurier bestaunt „und das Leben auf dem Land mit jeder Faser gelebt“.

Die Initiatoren, eigenen Angaben zufolge Geschwister der Mutter, schreiben: „Für seine Eltern und seine Schwester Greta steht die Welt still.“ Bis Samstagvormittag kamen bereits rund 64.000 Euro zusammen. Das Geld soll der Familie erlauben, „Zeit zum Trauern nehmen zu können“.

„Meine Schwester ist durch diesen plötzlichen Verlust seelisch derzeit nicht in der Lage, Behördengänge, finanzielle Regelungen und organisatorische Schritte selbst zu übernehmen“, schreibt eines der Geschwister. „Die Spenden sollen helfen, die Kosten für Trauerfeier und Beerdigung, alle damit verbundenen Ausgaben, Ausfallzeiten im Beruf sowie die laufenden Kosten auf dem Hof, insbesondere für die Versorgung der Tiere, zu tragen.“

Eine Obduktion hat ergeben, dass das Kind im Sand erstickte. Ermittlungen zufolge fiel der Dreijährige am Dienstag beim Spielen im elterlichen Garten in Grotegaste bei Leer kopfüber in ein selbst gebuddeltes Sandloch. Die Mutter fand ihren ohnmächtigen Sohn und alarmierte den Rettungsdienst. Das Kind wurde ins Krankenhaus nach Oldenburg gebracht, doch jede Hilfe kam zu spät.

Das Todesermittlungsverfahren werde geschlossen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Oldenburg am Freitag. Auch die Staatsanwaltschaft Aurich wird ihre Ermittlungen zu dem Vorfall voraussichtlich einstellen. Es gebe keine Anzeichen für Fehler von Beteiligten, keine Anzeichen für ein Fremdverschulden. Es gebe auch keine Hinweise darauf, dass die Aufsichtspflicht verletzt wurde, so ein Sprecher.

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