„Sie kamen, um Unruhe zu stiften“
In diesem Freibad zahlen Ausländer das Doppelte
30.05.2026 – 12:16 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Schweizer Freibad ärgert sich über Ausländer – und reagiert. Von den Besuchern gibt es sowohl Zustimmung als auch heftige Kritik.
Ausländer zahlen in der diesjährigen Sommersaison im Freibad des Schweizer 6.000-Einwohner-Ortes Porrentruy doppelt so viel wie Einheimische. Wie die Schweizer Zeitungen „Blick“ und „20 Minuten“ berichteten, zahlten etwa Schweizer Erwachsene 7,50 Franken pro Ticket. Ausländer hingegen müssten 15 Franken zahlen. Auch ausländische Kinder zahlen demnach mehr als solche mit Schweizer Staatsbürgerschaft.
Zudem gibt es den Berichten zufolge weitere Einschränkungen für Ausländer: Sie könnten ihr Ticket nicht an der Tageskasse, sondern ausschließlich im Internet kaufen. Außerdem müssten sie einen Personalausweis am Eingang vorlegen. Einen Anspruch auf ein Saisonabonnement hätten Ausländer nicht.
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Bereits im vergangenen Jahr hatte das Freibad Porrentruy heftige Diskussionen ausgelöst: Nachdem es zu Ärger mit randalierenden Gästen aus Frankreich gekommen war, wurden französische Badegäste für den Rest der Saison pauschal ausgeschlossen. Konkret sei es um Belästigungen und Gewalt gegen andere Badegäste gegangen, hatte ein Gemeindevertreter damals gesagt.
Auch deshalb finden einige Besucher die neue Ticket-Regelung gut, wie „20 Minuten“ berichtete. Ein Badegast sagte demnach: Die Franzosen „kamen nicht hierher, um eine gute Zeit zu erleben, sondern um Unruhe zu stiften“.
Doch es gibt auch kritische Stimmen. „Wir sollten aufhören zu generalisieren und alle Menschen in die gleiche Schublade zu stecken“, sagte ein 24-Jähriger der Zeitung. Er habe selbst Freunde aus Frankreich. „Meine Freunde kommen jetzt nicht mehr, weil es ihnen zu teuer ist.“ Das finde er schade und unfair. Die Mitarbeiter des Freibads äußerten sich auf Nachfrage von „20 Minuten“ nicht. Ihnen sei ein Sprechverbot auferlegt worden, berichtete das Blatt.
