Lange Staus befürchtet

Brenner-Sperrung: Experte gibt überraschende Einschätzung


30.05.2026 – 10:45 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Brenner-Autobahn ist die verkehrsreichste Nord-Süd-Verbindung der Alpen (Archivbild): Doch bislang bleibt das Chaos aus. (Quelle: Sven Hoppe/dpa)

Wegen einer Demonstration wird die Brenner-Autobahn am Samstag gesperrt. Doch am Morgen werden kaum Staus gemeldet. Die Experten haben eine Erklärung.

Wenige Stunden vor der angekündigten Blockade der Brenner-Autobahn wegen einer Demonstration ist die Verkehrslage überraschend entspannt: Ein Sprecher des österreichischen Automobilklubs ÖAMTC sagte am Samstagmorgen: „Es ist im Moment ruhiger als sonst.“ Weiter hieß es: „Wir haben schon mit mehr gerechnet.“ Anscheinend hielten sich aber viele Autofahrer an die Aufforderung, am Samstag nicht über die Alpen zu fahren. Die Stau-Experten hatten eigentlich damit gerechnet, dass viele Reisende versuchen würden, die Brenner-Autobahn noch vor der ab 11 Uhr bestehenden Blockade zu erreichen.

Daten von Google Maps zeigten jedoch: Gegen 9.20 Uhr gab es sowohl rund um den Brenner als auch in Tirol so gut wie keine Staus. Auf den Verbindungen von Deutschland nach Österreich und zurück war es ruhig. Auf deutscher Seite bildeten sich keine Staus wegen der Sperrung der Brenner-Autobahn, wie ein Sprecher des ADAC der Nachrichtenagentur AFP sagte. Die viel befahrene Fernpassstraße zwischen Deutschland und Tirol war ebenfalls frei.

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Am Freitag hingegen hatte es noch lange Staus gegeben, wie der italienische Rundfunk Rai berichtete. In Tirol hatte sich demnach an der Mautstelle vor dem Brenner ein bis zu 14 Kilometer langer Stau gebildet.

Brenner-Autobahn gesperrt: Demonstration gegen Verkehrsbelastung

Die Brenner-Autobahn wird auf österreichischer Seite von 11 bis 19 Uhr abgeriegelt, auf italienischer Seite bis 20 Uhr. Grund ist eine Demonstration gegen die hohe Verkehrsbelastung am Brenner-Pass. Auch lokale Ausweichrouten sind gesperrt.

Die Verkehrspolizei in Südtirol hat ihre Präsenz deutlich verstärkt, um den Verkehr entlang der Achse zu überwachen und die Verbote durchzusetzen. Das Bayerische Rote Kreuz stellte sich nach eigenen Angaben auf Stau-Einsätze zwischen Rosenheim und der Grenze ein. Helfer mit Motorrädern könnten im Notfall Menschen im Stau mit Wasser versorgen, hieß es im Vorfeld. Ein Sprecher der Polizei Oberbayern Süd sagte, man sei „mit der größtmöglichen Stärke im Dienst“. Es sei der größte Verkehrseinsatz seit Bestehen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd.

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