Verlauf und Endstadium

CUP-Syndrom – wie entwickelt sich die Erkrankung?


Aktualisiert am 25.09.2026 – 14:14 UhrLesedauer: 3 Min.

Beim CUP-Syndrom ist in vielen Fällen keine Heilung möglich. (Quelle: KatarzynaBialasiewicz/getty-images-bilder)

Das CUP-Syndrom ist eine Krebserkrankung mit meist schlechter Prognose. Wie sie verläuft und was im Endstadium zu erwarten ist.

Eine Krebserkrankung entsteht, wenn gesunde Körperzellen sich unkontrolliert teilen und zu einem bösartigen Tumor entwickeln. Dieser ist gefährlich, weil er zerstörerisch in umliegendes Gewebe einwandert und irgendwann zu „streuen“ beginnt. Das heißt, er bringt Absiedlungen hervor, die andere Organe befallen, sogenannte Metastasen.

Sobald sich Metastasen gebildet haben, ist die Erkrankung schwieriger zu behandeln. Wenngleich sich der Tumor selbst in vielen Fällen entfernen lässt, gelingt es nicht immer, alle Metastasen zu beseitigen. Die Heilungsaussichten hängen unter anderem davon ab, welches Organ betroffen ist und wie aggressiv die Krebserkrankung wächst.

Beim CUP-Syndrom haben sich bereits Metastasen gebildet. Der ursprüngliche Tumor lässt sich trotz gezielter Untersuchungen jedoch nicht finden. CUP steht für „Cancer of Unknown Primary“, also Krebs mit unbekanntem Ursprungstumor. In Deutschland macht das CUP-Syndrom etwa ein bis drei Prozent aller neu diagnostizierten Krebserkrankungen aus.

Wie entwickelt sich das CUP-Syndrom?

Wie bei anderen Krebserkrankungen verändern sich beim CUP-Syndrom Zellen so, dass sie sich unkontrolliert vermehren können. Daraus entsteht ein bösartiger Tumor, von dem sich Krebszellen lösen und an anderen Stellen im Körper Metastasen bilden können.

Beim CUP-Syndrom bleibt jedoch unklar, wo der Krebs ursprünglich entstanden ist. Auch mit den üblichen Untersuchungen lässt sich der Ursprungstumor nicht nachweisen. Warum das bei manchen Menschen geschieht, ist noch nicht vollständig geklärt.

Eine Erklärung ist, dass der Ursprungstumor so klein bleibt, dass er sich mit den verfügbaren Untersuchungen nicht erkennen lässt. Auch kann er bereits früher entfernt worden sein, ohne dass damals bekannt war, dass es sich um Krebs handelte.

Außerdem könnte der Ursprungstumor nur sehr langsam wachsen, während sich seine Metastasen schneller entwickeln. Eine weitere Annahme ist, dass die körpereigene Abwehr den Ursprungstumor stärker in Schach hält als die bereits abgesiedelten Krebszellen. Warum der Primärtumor beim CUP-Syndrom verborgen bleibt, ist jedoch nicht abschließend geklärt.

Ebenso unklar wie die genauen Entstehungsmechanismen des CUP-Syndroms sind die Risikofaktoren dafür – also die gesundheitlichen Voraussetzungen, die sein Auftreten begünstigen. Rauchen gilt als gesicherter Risikofaktor. Bei Diabetes mellitus gibt es Hinweise auf einen Zusammenhang, die Studien kommen jedoch nicht einheitlich zu diesem Ergebnis. Für starkes Übergewicht ist der Zusammenhang bislang ebenfalls nicht eindeutig belegt.

CUP-Syndrom – welche Beschwerden sind im Verlauf zu erwarten?

Beim CUP-Syndrom handelt es sich um ein vielgestaltiges Krankheitsbild, das sehr unterschiedlich verlaufen kann. Der Verlauf ist von verschiedenen Einflüssen abhängig. Maßgeblich ist insbesondere, aus welchem Gewebe die Tumorzellen hervorgegangen sind, wie schnell sie wachsen und in welchem Organ oder Gewebe sie sich befinden.

Bei einem Großteil der Erkrankten entstehen mehrere Metastasen in verschiedenen Organen und Geweben gleichzeitig. In vielen Fällen siedeln sich die Metastasen in Lymphknoten, Leber, Knochen, Lunge, Brustfell und/oder Gehirn an.

Von den betroffenen Organen beziehungsweise Geweben hängen auch die Symptome der Erkrankung ab. Zahlreiche Beschwerden können im Verlauf eines CUP-Syndroms auftreten.

Beispielsweise kann es zu Schmerzen in Brust, Bauch oder Knochen kommen. Auch ständige Müdigkeit oder andauernde Erschöpfung sowie Appetitlosigkeit oder ein unbeabsichtigter Gewichtsverlust sind mögliche Anzeichen. Darüber hinaus können die Lymphknoten geschwollen sein.

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