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Die USA erreichten am Samstag auf dem freien Markt Teherans gegenüber dem iranischen Rial ein Rekordhoch und übertrafen 1,94 Millionen Rial, da zunehmende militärische und politische Spannungen zu einem erneuten Ausverkauf der iranischen Währung führten und die Besorgnis über eine weitere Inflationswelle verstärkten.

Der Dollar wurde bei 1,941 Millionen Rial gehandelt, was ein Rekordhoch und einen Anstieg von 32.000 Rial oder 1,67 % gegenüber dem inoffiziellen Schlusskurs des Vortages darstellt.

Auch der Euro legte zu und notierte bei 2,22 Millionen Rial, ein Plus von 36.000 Rial oder 1,64 % gegenüber dem inoffiziellen Handelsschluss am Freitag.

Der jüngste Anstieg bedeutet, dass der iranische Rial rund 43,7 % seines Wertes gegenüber dem US-Dollar seit Jahresbeginn verloren hat, als der Dollar auf dem freien Markt Teherans bei rund 1,35 Millionen Rial gehandelt wurde.

Nach den Luftangriffen der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar stieg der Betrag auf 1,72 Millionen Rial.

Da der Konflikt die Wirtschafts- und Handelsaktivitäten störte, schwächte sich die Nachfrage nach Fremdwährungen vorübergehend ab und der Dollar fiel auf rund 1,46 Millionen Rial.

Nach der Drohung von Donald Trump am 7. April, Luftangriffe gegen die kritische Infrastruktur des Iran zu starten, erholte sich der Dollar auf 1,63 Millionen Rial, bevor er nach der Ankündigung eines Waffenstillstands auf etwa 1,525 Millionen Rial sank.

Die Wiederaufnahme der Wirtschaftstätigkeit und die Schätzungen der Regierung, die den Kriegsschaden auf 300 Milliarden US-Dollar beziffern, erhöhten den Druck auf den Devisenmarkt und trieben den Dollar auf nahezu 1,9 Millionen Rial.

Das zwischen Teheran und Washington unterzeichnete „Memorandum of Understanding“ stellte kurzzeitig das Vertrauen wieder her und ließ den Wechselkurs wieder auf 1,53 Millionen Rial sinken.

Die erneuten politischen Spannungen zwischen den beiden Ländern machten diese Gewinne jedoch bald wieder zunichte und ließen den Dollar wieder auf rund 1,7 Millionen Rial steigen.

Seitdem ist der Rial stärker unter Druck geraten, nachdem eine neue Seeblockade gegen den Iran und US-Luftangriffe auf die südlichen Regionen des Landes eingeleitet wurden. Die Operationen zielen laut Washington darauf ab, die militärischen Fähigkeiten Irans zu schwächen und Bedrohungen für die Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu verhindern.

Die jüngste Eskalation hat die Erwartungen einer weiteren Währungsabwertung und einer schnelleren Inflation verstärkt.

Offizielle Daten deuten darauf hin, dass die Wirtschaft bereits mit starkem Preisdruck zu kämpfen hat.

Die Inflation hat sich in den letzten Monaten deutlich beschleunigt. Die jährliche Verbraucherpreisinflation, die im Dezember 2025 bei 52,6 % lag, stieg im Februar 2026 auf etwa 68 %, bevor sie im letzten Monat 88,6 % erreichte. Die Inflationsrate im Iran ist inzwischen auf den höchsten Stand seit dem Zweiten Weltkrieg gestiegen.

Die anhaltend hohe Inflation und die schnelle Geldausweitung untergraben weiterhin die Kaufkraft des Rial, während geopolitische Instabilität die Abwertung der Währung beschleunigt hat.

Ein schwächerer Rial wiederum erhöht die Importkosten, schürt Inflationserwartungen und treibt die Preise noch weiter in die Höhe, wodurch ein Zyklus entsteht, der die Haushaltseinkommen und die allgemeine makroökonomische Stabilität des Landes zunehmend belastet.

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