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Home » Strauß-Sohn Max droht Merz – und will Job als Minister
Politik

Strauß-Sohn Max droht Merz – und will Job als Minister

MitarbeiterBy MitarbeiterMai 9, 2026
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Strauß-Sohn Max droht Merz – und will Job als Minister

„Sonst sind Sie nicht mehr lange Bundeskanzler“

Strauß-Sohn droht Merz – und will Minister-Job


Aktualisiert am 09.05.2026 – 15:33 UhrLesedauer: 2 Min.

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Max Strauß vor Gericht (Archivbild): Der Sohn des verstorbenen CSU-Chefs will nach Berlin. (Quelle: dpa)

Max Strauß kritisiert Digitalminister Wildberger heftig – und bewirbt sich gleich für dessen Job.

Der Sohn des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Chef Franz-Josef Strauß, Max Strauß, will ins Bundeskabinett. Der Angestellte einer Medizintechnikfirma hat auch schon einen Posten im Auge: Er will das Digitalministerium von Karsten Wildberger übernehmen. Der „Focus“ berichtet über einen entsprechenden Brief von Strauß an den CDU-Vorsitzenden und Bundeskanzler Friedrich Merz.

Der Jurist, der bislang eher durch einen Gerichtsstreit um die Höhe des Erbes seines Vaters bekannt wurde, droht quasi Merz und will sich in einer Videokonferenz vorstellen. Darin will er „Kernpunkte eines Crash-Programms vorstellen, das erste wichtige Schritte beinhaltet und zum Beispiel die Sozialkassen deutlich entlastet“, zitiert der „Focus“ aus dem Schreiben. Von Merz gibt es bislang keine Reaktion.

Wie auch sein Vater, der oft durch kernige Sprüche auffiel, nimmt Max Strauß kein Blatt vor den Mund: „Ich befürchte nämlich sonst, dass Sie nicht mehr lange Bundeskanzler sind.“ Seine Jobwahl begründet er damit, dass Digitalminister Wildberger, einst Mediamarkt-Manager, „sicher gut Computer verkaufen, aber keine entwickeln kann“.

Das Digitalministerium, das auch für die Staatsmodernisierung verantwortlich ist, habe eine „katastrophale Bilanz“, sagte er dem Focus und verwies auf das „Behörden-Digimeter“ des Instituts der Deutschen Wirtschaft. Dieses attestiert, dass die Digitalisierung der Verwaltung in Deutschland nur sehr langsam vorankomme. Strauß denkt, dass es ein enormes Einsparpotenzial in der öffentlichen Verwaltung durch Digitalisierung gibt. Er verstehe nicht, warum Merz das Thema „derart achtlos“ liegenlasse.

In seinem Crashprogramm sollen laut „Focus“ im Gesundheitswesen zur Identifikationspflicht bei ärztlichen Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse Fingerabdruckscanner eingeführt werden, um den Betrug mit fremden Versicherungskarten zu verhindern.

Der Umsatzsteuerbetrug soll mit einer Blockchain-Technologie eingedämmt werden, wie sie auch bei Kryptowährungen verwendet wird. Das würde laut Strauß Manipulationen „praktisch unmöglich“ machen. Neue Office-Lösungen für behördliche Datensätze sollen Genehmigungsverfahren schneller machen. Er hat sich auch ein ambitioniertes Ziel gesetzt. Innerhalb eines Jahres will er die Digitalisierung der Verwaltung „im Wesentlichen“ geschafft haben. Das Ministerium könne man dann auflösen, wie einst die Behörde des Postministers.

Das Bundeskabinett hatte im Herbst bereits Gesetze verabschiedet, mit denen die Verwaltung modernisiert werden soll. Dazu zählen eine digitale Kfz-Zulassung, Schulungen und KI-Anwendungen für Ministerien. Am Freitag lobte Bundeskanzler Friedrich Merz die Arbeit seines Digitalministers. „Ihre Arbeit ist wirklich entscheidend für Deutschland“, sagte er bei einem Besuch des Ministeriums an die Mitarbeiter gerichtet. Merz ließ sich im Beisein von Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) Projekte zeigen, die im kommenden Jahr umgesetzt werden sollen, wie die geplante Deutschland-App und die digitale Brieftasche (Wallet).

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