Nur 23 % der Hotel- und Touristenunterkünfte in Zypern verfügen derzeit über eine vollständige Betriebsgenehmigung, wie aus Zahlen hervorgeht, die das Rechnungsprüfungsamt in seinem Bericht über das stellvertretende Tourismusministerium veröffentlicht hat.
Im Bericht des Rechnungshofs des stellvertretenden Ministeriums für Tourismus heißt es, dass 55 % der Unterkünfte ohne vollständige Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen betrieben werden, während 22 % nur mit einer befristeten Lizenz betrieben werden.
Außerdem heißt es, dass in der staatlich kontrollierten Region Famagusta nur 24 der 241 Touristenunterkünfte lizenziert seien.
Als Reaktion auf die Ergebnisse des Berichts räumt das stellvertretende Ministerium für Tourismus ein, dass erhebliche Fortschritte bei der Lizenzierung von Tourismusunternehmen erzielt wurden, weist jedoch darauf hin, dass das Problem weiterhin weitgehend ungelöst sei, da mehr als die Hälfte der Tourismuseinheiten noch nie einen Antrag auf Erteilung einer Lizenz gestellt hätten.
In seiner Erklärung erklärt das stellvertretende Ministerium, dass es die Beobachtungen des Rechnungshofs berücksichtigen und die erforderlichen Compliance-Maßnahmen ergreifen werde.
Gleichzeitig wird daran erinnert, dass die Frage der Lizenzierung den Tourismussektor seit fast 30 Jahren beschäftigt und sich zwischen 2014 und 2018 erheblich verschärft hat, als umfangreiche Renovierungen und Erweiterungen von Hoteleinheiten im Anschluss an die städtebaulichen Anreize von 2013 zu weiteren offenen Fällen führten.
Während der im Gesetz von 2019 vorgesehenen fünfjährigen Übergangsfrist wurden lediglich 43 Betriebsgenehmigungen erteilt, so dass bis April 2023 lediglich 6 % der Hotels über eine reguläre Erlaubnis verfügten.
Um die Verfahren zu beschleunigen, wurde 2023 ein neuer Gesetzentwurf vorgelegt, der die Einhaltungsfrist bis zum 31. Dezember 2025 verlängert und gleichzeitig strengere Vorschriften und Zwischenkontrollstufen einführt, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf Sicherheit und Gesundheitsschutz liegt.
Den neuesten Daten zufolge stieg die Zahl der voll konzessionierten Beherbergungsbetriebe bis Ende 2024 auf 94, was einem Anteil von 12,69 % der Gesamtzahl entspricht. Darüber hinaus erhielten 146 Einheiten, also rund 19,7 %, eine Betriebsbescheinigung gemäß der geltenden Gesetzgebung.
Heute verfügen 23 % der Hoteleinheiten über eine Vollkonzession, weitere 22 % sind mit einer befristeten Betriebskonzession tätig.
Antwort des stellvertretenden Ministeriums für Tourismus Zyperns
Das stellvertretende Ministerium stellt klar, dass Tourismusunternehmen nach der neuen Gesetzesregelung bis zum 31. Dezember 2026 ihre Tätigkeit legal weiterführen können, sofern sie über eine Baugenehmigung für ein Hotel oder eine andere Touristenunterkunft verfügen.
Trotz der ergriffenen Maßnahmen wird die endgültige Lösung des Problems weiterhin dadurch erschwert, dass mehr als 50 % der Einheiten noch nie einen Lizenzantrag gestellt haben, der eine Grundvoraussetzung für den Abschluss des Prozesses darstellt.
Das stellvertretende Ministerium fügt hinzu, dass in den letzten zwei Jahren Konsultationen mit den zuständigen staatlichen Stellen geführt wurden, mit dem Ziel, das Problem endgültig zu lösen und die Bedingungen der Legalität, Sicherheit und Gleichbehandlung für alle Unternehmen in der Branche sicherzustellen. Gleichzeitig werden die Fachleute der Branche regelmäßig daran erinnert, die entsprechenden Verpflichtungen einzuhalten.
In Bezug auf Selbstversorger-Unterkünfte für Touristen stellt das stellvertretende Ministerium fest, dass die seit 2023 umgesetzten Maßnahmen zu erheblichen Ergebnissen geführt haben, da die Zahl der registrierten Einheiten von 4.765 im April 2023 auf 8.478 bis zum 29. Juni 2026 gestiegen ist, was einem Anstieg von 78 % entspricht.
Darüber hinaus reichten die zuständigen Dienststellen im vergangenen Jahr 88 Beschwerden über Betriebe ein, die nicht im amtlichen Register eingetragen waren.
