Prozess in Hamburg
Mutmaßlicher Entführer sagt zum sechsten Mal aus
03.02.2026 – 04:10 UhrLesedauer: 1 Min.
Der mutmaßliche Chefentführer wird am Dienstag zum sechsten Mal als Zeuge befragt. Er soll die Rückholaktion geplant haben.
Das Landgericht Hamburg will nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag um 9.30 Uhr den mutmaßlichen Chef der Kidnapper im Block-Entführungsfall weiter befragen. Es ist bereits der sechste Verhandlungstag, an dem der 68-Jährige unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen als Zeuge erscheint.
Der Geschäftsführer eines israelischen Sicherheitsunternehmens soll die Entführung der damals 10 und 13 Jahre alten Block-Kinder aus Dänemark in der Silvesternacht 2023/24 organisiert haben. Nach Aussage eines anderen Zeugen soll der Mann Berufssoldat bei den israelischen Spezialkräften und Abteilungsleiter beim Geheimdienst Mossad gewesen sein.
Am 20. Januar, dem 31. Verhandlungstag, hatte der 68-Jährige Christina Block vorgeworfen, die Unwahrheit zu sagen. Die Unternehmerin sei über die Möglichkeit informiert gewesen, die Kinder vom Vater aus Dänemark mit einem Auto zurück zu ihr nach Deutschland zu bringen. Laut Anklage soll Block den Auftrag zu der Rückholaktion erteilt haben. Die 52-Jährige bestreitet das.
Der Zeuge ist in dem Fall auch Beschuldigter und wurde bis zum vergangenen Herbst mit Haftbefehl gesucht. Die Ermittlungsbehörden sicherten ihm für seine freiwillige Aussage sicheres Geleit zu. Der Mann gehört nicht zu den insgesamt sieben Angeklagten im aktuellen Prozess.
