Nach Angriff in Altona

Beiß-Wolf jetzt weit weg – Spur führt in Lüneburger Heide

29.04.2026 – 11:33 UhrLesedauer: 1 Min.

Ein Wolf in einem Wald (Symbolbild): Das Tier, das Ende März in Hamburg eine Frau verletzte, wird von den Behörden genau verfolgt. (Quelle: imagebroker/imago-images-bilder)

Ein Wolf verletzt eine Frau in Hamburg. Das Tier wird eingefangen und später ausgewildert. Inzwischen hat es sich mehr als 100 Kilometer entfernt.

Der Wolf, der Ende März in Hamburg eine Frau verletzt hatte, hat sich deutlich von der Stadt entfernt. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) unter Berufung auf die Umweltbehörde berichtet, hält sich das Tier inzwischen mehr als 100 Kilometer von der Stadtgrenze entfernt auf.

Den genauen Aufenthaltsort nennen die Verantwortlichen aus Tierschutzgründen nicht. Da das Tier mit einem Sender ausgestattet ist, können die Behörden seinen Weg jedoch jederzeit nachverfolgen – auch in Zusammenarbeit mit Niedersachsen. Medienberichten zufolge könnte sich der Wolf inzwischen im Bereich der Lüneburger Heide aufhalten.

Der junge Wolf war nach dem Vorfall in Altona zunächst eingefangen worden. Einsatzkräfte entdeckten ihn später in der Binnenalster und sicherten ihn. Nach einem Aufenthalt in einer Wildtierstation in Niedersachsen wurde das Tier am Ostersonntag im Süden Hamburgs wieder freigelassen. Seitdem verhält sich der Wolf nach Behördenangaben unauffällig und arttypisch.

Der Fall beschäftigt inzwischen auch die Politik: Im niedersächsischen Landtag geht es heute um den Umgang mit dem Tier und mögliche Konsequenzen. Hier lesen Sie mehr dazu.

Für den Fall, dass der Wolf erneut auffällig wird, sind bereits Maßnahmen im Gespräch. Wie die „Bild“ berichtet, könnte das Tier etwa mit Paintball-Pistolen vergrämt werden. Als letztes Mittel kommt auch ein Abschuss infrage.

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