Bewegendes Schicksal

Tierschützer entsetzt: „Die Katze wäre elendig verreckt“


29.04.2026 – 09:10 UhrLesedauer: 3 Min.

Eine Katze beim Tierarzt (Archivbild): Der Katzenschutzbund Köln schildert ein bewegendes Tierschicksal. (Quelle: Imago/BongkarnGraphic/imago)

Eine Frau findet in Köln eine kranke Katze auf der Straße. Was die Tierärztin entdeckt, schockiert auch die erfahrenen Helfer des Katzenschutzbunds.

„Wie viel kann man eigentlich ertragen?“ Mit diesen Worten leitet der Kölner Katzenschutzbund einen Beitrag auf Facebook ein, der es in sich hat. „Gestern Abend gab es mal wieder einen Fall, der sich in das Hirn, das Herz und die Seele aller Beteiligten einbrennt“, heißt es weiter. In dem Beitrag geht es um das Schicksal einer Katze, deren Leben am seidenen Faden hing.

Zunächst habe eine Frau dem „Team für Tiere“ eine kranke Katze gemeldet, die auf der Straße umherlief. Die Helfer sammelten das Tier ein und brachten es in eine Klinik. Dort sei von den Tierschützern jedoch eine Kostenübernahme gefordert, obwohl diese bei Fundtieren eigentlich durch die Stadt Köln erfolgt. Also ging es mit der kranken Katze in eine andere Tierarztpraxis nach Frechen, wo ihr endlich gehelfen wurde.

Die Katze, wohl noch kein Jahr alt, hatte 40 Grad Fieber und es war nicht klar, ob das Tier die Nacht überleben würde. Der Grund für die Qualen der Katze: „Die Ärztin fand ein verwesendes Baby im Geburtskanal, das dort mindestens schon zwei bis drei Tage festsaß“, schildert der Katzenschutzbund das schreckliche Szenario. Glücklicherweise gelang die Operation und das tote Katzenbaby konnte aus dem Körper seiner Mutter entfernt werden. „Ob bereits Babys geboren wurden, die nun nicht überleben werden, weil man sie nicht suchen bzw. finden kann, weiß niemand“, schreibt der Katzenschutzbund.

Empfohlener externer Inhalt
Facebook

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Facebook-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Facebook-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Die Umstände würden alle Beteiligten „einfach nur traurig, wütend und fassungslos“ machen. Dabei hätte das Leid der Katze verhindert werden können – wäre das Tier sterilisiert worden. Schließlich habe es sich nicht um einen Streuner, sondern um eine zahme Hauskatze gehandelt. „Weil es zu viele Menschen gibt, die nicht nachdenken, was sie generell für Unglücke anrichten“, käme es laut Katzenschutzbund immer wieder zu vermeidbaren Qualen für Tiere. „Die Katze wäre elendig verreckt, wenn sie nicht gemeldet worden wäre.“

Dabei sei unklar, wie viele Katzen ein derartiges Schicksal erleiden würden. „Diese Katze hat es Gott sei Dank geschafft und wir hoffen, dass alles gut wird“, schreibt der Katzenschutzbund in seinem Beitrag auf Facebook. „Leider werden wir vielen Tieren früher oder später nicht mehr helfen können, weil wir sie nicht finanzieren und/oder aufnehmen können.“ Dafür seien die Kosten schlicht zu hoch.

Share.
Exit mobile version