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Home » Wohnungsbau in Deutschland: Neubau-Zahlen „schockierend niedrig“
Politik

Wohnungsbau in Deutschland: Neubau-Zahlen „schockierend niedrig“

MitarbeiterBy MitarbeiterMai 22, 2026
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Wohnungsbau in Deutschland: Neubau-Zahlen „schockierend niedrig“

Neue Zahlen

„Schockierend niedrig“: Wohnungsbau bricht ein


Aktualisiert am 22.05.2026 – 11:33 UhrLesedauer: 3 Min.

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Baustelle für ein neues Wohnhaus: Steigende Zinsen und Baukosten dämpfen die Hoffnung auf eine Erholung am Bau. (Quelle: Patrick Pleul/dpa/dpa-bilder)

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Seit 2012 sind nicht mehr so wenige Wohnungen in Deutschland fertiggestellt worden: Die Branche fordert nun schnelle und umfangreiche Schritte der Regierung.

„Schockierend niedrig“ sei die Zahl der im vergangenen Jahr fertig gestellten Wohnungen: So fällt das aktuelle Urteil des Verbändebündnis Wohnungsbau aus. 206.500 Wohnungen waren in ganz Deutschland 2025 laut Statistischem Bundesamt gebaut worden – der niedrigste Stand seit 2012 und ein Rückgang um 18 Prozent zum Vorjahr.

„Deutschland steckt in einer tiefen strukturellen Wohnbaukrise“, betonte das Bündnis, dem etwa die Gewerkschaft IG Bau und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) angehören. Für das laufende Jahr zeichne sich ein weiterer Rückgang auf weniger als 200.000 Wohnungen ab. „Das ist nicht einmal die Hälfte der Neubauwohnungen, die es geben müsste“, hieß es in einer Mitteilung am Freitag.

Das Bündnis fordert die Regierung auf, jetzt dringend zu handeln. So müsse der „Gebäudetyp E“ zeitnah umgesetzt werden. Unter dem Namen wird ein einfacherer Baustandard angestrebt, ein Entwurf dazu wird derzeit vom Justiz- und vom Bauministerium erarbeitet. Die Ministerien planen, den neuen Standard zum Jahresanfang 2027 umzusetzen, aus der Branche wird nun mehr Tempo gefordert. Zudem will das Bündnis eine Überarbeitung der Förderkulisse.

Verband wirbt für mehr Eigentumsförderung

Auch ein breites Bündnis aus der Immobilienwirtschaft, Bauwirtschaft und Arbeitgebern meldete sich am Freitag mit einem Forderungskatalog zu Wort. „Wir dürfen Vermieten nicht so unerfreulich machen, dass niemand mehr investiert und vermietet“, sagte Iris Schöberl, Präsidentin des Zentralen Immobilien Ausschuss (Zia) in der Bundespressekonferenz. Sie warb dafür, den Mietmarkt nicht weiter zu regulieren.

Zudem appellierte das Bündnis an die Politik, den Eigentumserwerb zu erleichtern – etwa indem der Bund Sicherheiten für diejenigen hinterlegt, die nicht genug Eigenkapital vorweisen und die Grunderwerbsteuer für Ersterwerber aussetzt. „Eine hohe Eigentumsquote entlastet auch den Mietmarkt“, so Schöberl. Sie warnte davor, dass sich die Situation im Baugewerbe weiter eintrüben könnte.

imago images 0857305362Vergrößern des Bildes
Zia-Präsidentin Iris Schöberl: „Wir dürfen Vermieten nicht so unerfreulich machen, dass niemand mehr investiert und vermietet.“ (Quelle: IMAGO/dts Nachrichtenagentur/imago)

Der Meinung sind auch andere aus der Branche. Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft (GdW) teilte mit, er rechne damit, dass der Druck auf den Wohnungsmarkt weiter wachse, zumal Hunderttausende Genehmigungen wegen hoher Kosten, komplizierter Vorgaben und fehlender Planungssicherheit nicht realisiert werden könnten. GdW-Präsident Axel Gedaschko sprach deshalb von einem „Alarmruf“. Überregulierung, hohe Baukosten und politische Unsicherheit bremsten. „Die Menschen spüren das längst durch weiter steigende Mieten und fehlenden Wohnraum“, sagte Gedaschko.

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