Angriffe im Libanon
Mehr als Nothilfe: Wie Familien neue Hoffnung finden
Luftangriffe, Vertreibung und Existenzangst prägen derzeit den Alltag vieler Familien im Libanon. Besonders Kinder leiden unter den Folgen des Konflikts. Hilfsorganisationen versorgen sie nicht nur mit Nahrung und Schutz, sondern schaffen auch Orte, an denen wieder Hoffnung wachsen kann.
Es ist fünf Uhr morgens, als Yasin* aufsteht. Noch vor dem Unterricht lernt der Viertklässler Englisch und Arabisch. Seine Mutter unterstützt ihn bei den Hausaufgaben, obwohl sie beide Sprachen erst selbst lernen musste, um ihm helfen zu können. Doch damit ist sein Tag längst nicht vorbei: Anschließend arbeitet der Junge noch fünf Stunden in einem Lebensmittelgeschäft, da seine Familie auf das zusätzliche Einkommen angewiesen ist.
Yasin ist kein Einzelfall. Viele Kinder im Libanon übernehmen Verantwortung, die eigentlich Erwachsene tragen müssten. Krieg, Flucht und Armut zwingen Familien zu schwierigen Entscheidungen. Manche Kinder müssen die Schule abbrechen, um zum Lebensunterhalt ihrer Familien beizutragen. Andere verlieren durch Vertreibung ihr Zuhause und damit oft auch den Zugang zu Bildung.
Der Krieg verschärft eine ohnehin dramatische Lage
Der Libanon befindet sich seit Jahren in einer Wirtschafts- und Versorgungskrise. Für viele Menschen hat sich die ohnehin prekäre Lebenssituation und humanitäre Lage durch die erneute Eskalation des Nahostkonflikts Anfang März 2026 weiter verschärft.
Die Angriffe Israels haben sich auf den Libanon ausgeweitet, besonders auf die Hauptstadt Beirut, den Süden des Landes und die Bekaa-Ebene. Luftangriffe haben Wohngebiete ebenso wie wichtige Infrastruktur getroffen. Hunderttausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen.
Im Libanon leben trotz der eher geringen Einwohnerzahl von sechs Millionen Menschen rund 1,5 Millionen Geflüchtete, vornehmlich aus Syrien, Irak, Palästina und dem Sudan. Zudem fliehen Menschen aus dem Süden des Landes in den Norden.

Während Schulen, Kirchen und Moscheen als Schlafplätze genutzt werden, übernachten andere Menschen in Autos oder in provisorischen Zelten entlang der Küste. Gleichzeitig geraten die Gesundheitsversorgung, das Bildungssystem und die sozialen Einrichtungen zunehmend an ihre Belastungsgrenze.
Für viele Familien gibt es keinen Ort mehr, an dem sie sich wirklich sicher fühlen können. Gerade Kinder sind von den Folgen der Kämpfe besonders betroffen. Sie erleben Gewalt, verlieren vertraute Bezugspersonen und verpassen oft monatelang den Unterricht. Für Kinder wie Yasin bedeutet der Krieg nicht nur den Verlust von Sicherheit, sondern oft auch die Sorge, die Schule nicht mehr besuchen zu können und ihre Träume aufgeben zu müssen. Neben materieller Hilfe benötigen sie deshalb vor allem Sicherheit, Stabilität und psychologische Unterstützung.
Hilfe dort, wo sie dringend gebraucht wird

Das Hilfswerk Misereor sorgt gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen dafür, dass vertriebene Familien sichere Unterkünfte, Lebensmittel und Hygienepakete erhalten. Eine zentrale Rolle übernimmt dabei der Flüchtlingsdienst der Jesuiten (JRS), der im gesamten Libanon aktiv ist und Menschen dort unterstützt, wo die Hilfe am dringendsten benötigt wird. Für Familien schafft diese Unterstützung die Grundlage dafür, den Alltag überhaupt bewältigen zu können.
Darüber hinaus bietet die Organisation medizinische und psychosoziale Hilfe, berät Migrantinnen und Migranten und schafft Schutzangebote für besonders gefährdete Menschen. Ein besonderer Fokus liegt auf Frauen und Mädchen sowie auf Kindern, die durch Krieg und Vertreibung oftmals schwer traumatisiert sind.
Bildung schafft Perspektiven – auch in Krisenzeiten

Damit Kinder trotz der Krise auch weiterhin zur Schule gehen und lernen können, halten Misereor und seine Partnerorganisationen außerdem Bildungsangebote vor Ort aufrecht. Unterricht, Förderangebote sowie Freizeit- und Kreativangebote geben ihnen Halt und eröffnen neue Perspektiven.

Yasin weiß, wie wichtig diese Unterstützung ist. Für den Jungen ist Schule weit mehr als ein Ort des Lernens: Sie gibt ihm Struktur, Gemeinschaft und ein Stück Normalität in einem Alltag, der von Unsicherheit geprägt ist.
Die Schule bedeutet mir alles. Ich liebe sie so sehr, und es tut mir wirklich leid für die Kinder, die nicht zur Schule gehen können.
Yasin
Seine Lehrer beschreiben ihn als besonders engagierten und talentierten Schüler. Besonders gerne lernt er Englisch. Sein größter Wunsch ist es, später Arzt zu werden und anderen Menschen zu helfen.
Damit Kinder wie Yasin ihre Zukunft selbst gestalten können, brauchen sie Menschen, die ihnen genau diese Chance ermöglichen und sie dabei unterstützen, ihre Träume zu verwirklichen.
Nahost: Schenken Sie Kindern Hoffnung
Krieg nimmt Familien ihr Zuhause und Kindern oft auch ihre Chance auf Bildung. Mit Ihrer Spende helfen Sie Familien, Schutz zu finden und neue Hoffnung zu schöpfen – auch inmitten von Krieg und Vertreibung. So kann Ihre Spende beispielsweise helfen:
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17 € finanzieren zum Beispiel ein Paket mit grundlegenden Hygieneartikeln für eine Familie
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25 € ermöglichen zum Beispiel Windeln und Nahrung für ein Baby – für einen Monat
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70 € versorgen zum Beispiel eine Familie auf der Flucht mit Lebensmitteln, Matratzen und Decken
Jeder Beitrag hilft. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
*Name und Geschichte sind fiktiv und stehen beispielhaft für die Situation vor Ort.
Die Inhalte auf dieser Seite wurden von der Ströer Content Group Sales GmbH in Zusammenarbeit mit Misereor e. V., Mozartstraße 9, 52064 Aachen, erstellt.











