Trainer-Beben bei der WM
Greift bei Thomas Tuchel eine spezielle Klausel?
Aktualisiert am 08.07.2026 – 09:28 UhrLesedauer: 5 Min.
Scheidet ein Team bei der WM aus, wird die Trainerfrage gestellt. Bereits ein Dutzend Nationalcoaches sind mittlerweile ohne Job. Und es dürften noch mehr werden.
Deutschland ist anderen Nationen schon voraus – zwar nicht fußballerisch, aber nach dem Aus im Sechzehntelfinale herrscht Klarheit auf der Trainerposition. Zwar ist noch nichts unterschrieben, aber die Verbandsbosse wollen Jürgen Klopp und der 59-Jährige will auch.
Doch der DFB-Trainer war nicht der einzige Coach, für den das Aus bei der WM gleichbedeutend mit einer beruflichen Veränderung war. Mittlerweile sind es zwölf Nationaltrainer, die nicht mehr im Amt sind. Einige von ihnen gingen ohne Widerstand und Probleme, anderen wurde der Abschied schwerer gemacht.
Im Video | Thomas Tuchel erlebt Schock in der Kabine
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t-online gibt einen Überblick über die bereits feststehenden Abgänge und zeigt, welche weiteren Trainer nach dem Turnier definitiv nicht mehr im Amt sind oder um ihren Job zittern müssen.
WM-Trainer fliegt nach dem ersten Spiel – Nachfolger auch weg
Sabri Lamouchi war der erste Coach, der bei der WM seinen Posten räumen musste. Nach dem 1:5-Debakel gegen Schweden wurde er als Nationaltrainer Tunesiens entlassen. Er hatte die Mannschaft erst Mitte Januar 2026 übernommen – die klare Niederlage gegen die Skandinavier im ersten Gruppenspiel besiegelte schnell sein Aus. Sein Nachfolger Hervé Renard blieb ebenfalls erfolglos. Tunesien wurde punktlos Gruppenletzter, der Franzose legte sein Amt nieder.
Ebenso unruhig verlief die Trennung in Tschechien: Der Verband FACR gab nach dem Vorrunden-Aus die Trennung „in gegenseitigem Einvernehmen“ von Trainer Miroslav Koubek bekannt. Direkt nach dem abschließenden 0:3 gegen Mitgastgeber Mexiko hatte er noch erklärt: „Ich habe einen Vertrag und gebe nie auf.“
Im Endeffekt habe ihn eine Kampagne zum Umdenken gebracht. „Eine Medienkampagne, die auf einer Reihe von Halbwahrheiten und Lügen gegen mich basierte, trug ebenfalls zu meiner Entscheidung bei“, wurde er zitiert: „Unter diesen Umständen hätte meine Arbeit für die tschechische Nationalmannschaft keinen Sinn mehr gemacht.“
Etwas seltsam trug es sich bei dem Ende der Amtszeit des Nationaltrainers Südkoreas zu. Nachdem Hong Myuong Bos Mannschaft bereits nach der Vorrunde nach Hause fliegen musste, meldete sich das südkoreanische Staatsoberhaupt Lee Jae Myung zu Wort. Das Ergebnis der WM sei ein „inakzeptables Ereignis“. Wenig später entschuldigte sich der Coach und trat zurück.
