Perfide Masche

Ehepaar verliert 330.000 Euro


29.07.2026 – 16:20 UhrLesedauer: 1 Min.

Ein anonymer Anruf (Symbolbild): Ein Ehepaar hat einem Unbekannten eine große Summe Geld übergeben. (Quelle: IMAGO/Fotostand / K. Schmitt)

Schockanrufer haben in Bayern zugeschlagen – und ein argloses Seniorenpaar ausgenommen. Die Polizei beschreibt einen Verdächtigen.

In Bayern hat ein Seniorenehepaar rund 330.000 Euro Erspartes an einen unbekannten Geldabholer übergeben. Zuvor hatten Unbekannte telefonisch Kontakt zu dem Paar aus Bayreuth aufgenommen und eine Notlage der Tochter vorgetäuscht. Diese sei angeblich schwer krank und benötige dringend Medikamente aus dem Ausland.

Das Ehepaar organisierte das Geld und übergab es dem Unbekannten, den die Polizei als etwa 30 Jahre alt, 1,70 m groß und mit dunkelbraunen Haaren beschrieb. Der Mann soll weder Bart noch Brille getragen und hochdeutsch gesprochen haben.

Schockanruf: Zeitpunkt der Geldübergabe unklar

Wie ein Polizeisprecher t-online sagte, gestalten sich die Ermittlungen in dem Fall aufgrund des betagten Alters der beiden Opfer sehr schwierig. Das genaue Alter nannte er aus Datenschutzgründen nicht. Der genaue Zeitpunkt der Übergabe sei unklar, das Paar könne sich nicht mehr genau daran erinnern. Die Übergabe dürfte aber zwischen dem 20. und 27. Juli irgendwann in den Abendstunden zwischen 20 und 23 Uhr stattgefunden haben, und zwar im Bereich des Asternwegs oder der Kreuzung Langen Zeile/Asternweg. Die Beamten bitten Personen, die etwas Verdächtiges beobachtet haben, sich zu melden.

Dass Schockanrufer mit ihren Maschen Erfolg haben, kommt regelmäßig vor, eine solch hohe Geldsumme ist aber unüblich, wie der Sprecher sagte. Grundsätzlich rät die Polizei, bei verdächtigen Anrufen sofort aufzulegen und keinesfalls Informationen über die eigene finanzielle Lage preiszugeben. Im Zweifelsfall sollte man versuchen, mit den Familienangehörigen direkt in Kontakt zu treten.

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