Sind die Werte für Harnsäure zu hoch, verursacht das zunächst keine Beschwerden. Die Werte werden in der Regel erst bestimmt, wenn der Arzt bereits eine Gicht oder eine Nierenerkrankung vermutet. Deshalb sind die ersten Anzeichen von Gicht auch ein Hinweis auf erhöhte Harnsäure.
Der erste Gichtanfall kommt meist aus heiterem Himmel. Im betroffenen Gelenk macht sich ein stechender, sehr starker Schmerz bemerkbar. Die Stelle ist in den meisten Fällen sehr berührungsempfindlich, schmerzt bei Bewegung und ist mitunter gerötet.
Teilweise bilden sich in der Nähe der Gelenke auch sichtbare Knötchen (sogenannte Gichtknoten oder Gichttophi), bei denen es sich um verklumpte Harnsäurekristalle handelt. Wer zu Gicht neigt, bei dem können weitere Anfälle auch durch äußere Umstände ausgelöst werden. Dazu zählt vor allem die Ernährung.
Hohe Harnsäurewerte können zum einen medikamentös behandelt werden. Dazu nutzt man Wirkstoffe, die die Werte im Blut senken, sogenannte Urikostatika. Einer der am häufigsten verordneten Wirkstoffe ist Allopurinol.
Parallel zur medikamentösen Therapie sollten Betroffene auch ihren Lebensstil anpassen. Das bedeutet, den Alkoholkonsum zu verringern, Übergewicht abzubauen und auf purinreiche Lebensmittel zu verzichten. Zu letzteren zählen insbesondere Fleisch, Wurst und Innereien, einige Fischsorten wie Sardinen, Sprotten, Forelle oder Thunfisch, Krusten- und Schalentiere sowie viele Hülsenfrüchte.
Auf dem Speiseplan sollten stattdessen viel Gemüse und Obst, Lebensmittel mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren sowie ballaststoffreiche Nahrung stehen. Wenn es gelingt, den Lebensstil umzustellen und die Harnsäurewerte im Blut zu senken, kann die medikamentöse Therapie unter Umständen beendet werden.











