Weltweites Massensterben
Weibchen von seltener Art stellt Rekord auf
20.03.2026 – 10:18 UhrLesedauer: 2 Min.
Bekannt ist der Stotterfrosch für seine kurzen, abgehackten Rufe. Eine weltweite Krankheit setzt ihm zu – aber ein Weibchen bereitet Forschern Hoffnung.
Pünktlich zum Welttag des Frosches meldet die australische Tierschutzorganisation Aussie Ark einen bemerkenswerten Zuchterfolg: Ein Weibchen des stark gefährdeten Südlichen Stotterfrosches (Mixophyes australis) hat in den vergangenen sechs Monaten gleich viermal gelaicht – ein bislang beispielloser Zuchterfolg.
In den spezialisierten Aquarien der Organisation befänden sich inzwischen Frösche in allen Entwicklungsstadien, von frisch abgelegten Eiern über Kaulquappen und Metamorphosen bis hin zu vollständig entwickelten Tieren, teilte Aussie Ark mit.
Bereits im Oktober hatten die Tierschützer erstmals eine erfolgreiche Fortpflanzung der Art bekanntgegeben, seitdem habe dasselbe Weibchen bereits drei weitere Male Eier abgelegt und seltene Einblicke in die Entwicklung der seltenen Art zugelassen.
„Frösche sind extrem empfindlich gegenüber ihren Umweltbedingungen. Wasserqualität, Klima und Nahrung müssen perfekt sein, um dieses beeindruckende Ergebnis zu erzielen“, sagte die Rangerin Kaitlin Murphy, die das Programm begleitet. „Es ist unglaublich, die Arbeit der Natur auf diese Weise Schritt für Schritt zu sehen.“
Der Südliche Stotterfrosch (Southern Stuttering Frog) ist eine Froschart, die nur im Südosten Australiens vorkommt. Die bis zu acht Zentimeter langen Frösche leben in Regenwaldbächen und Feuchtgebieten. Während der Brutzeit stoßen die Männchen kurze, abgehackte Rufe aus, daher stammt der Name Stotterfrosch.
Gleich mehrere Probleme setzen der Art zu, sie steht daher als „gefährdet“ auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN. Zum einen hat die Rodung von Regenwald für Landwirtschaft, Holzwirtschaft und städtische Entwicklung Brutstätten zerstört. Zum anderen grassiert eine tödliche Krankheit: Ein Hautpilz (Chytridpilz) ist weltweit für ein Massensterben von Amphibien verantwortlich, vor allem Frösche, Kröten und Salamander fallen dem Pilz zum Opfer.
Hinzu kommen laut Aussie Ark eingeschleppte Raubtiere wie invasive Frösche und Raubfische, die Eier und Kaulquappen jagen. Auch Wasserverschmutzung und Klimawandel sind von Bedeutung: Veränderungen von Temperatur und Niederschlagsmenge stören der Tierschutzorganisation zufolge die Fortpflanzungszyklen des Südlichen Stotterfrosches, verringern die Nahrungsverfügbarkeit und erhöhen die Häufigkeit von Überschwemmungen und Dürren. Dadurch gerät die ohnehin fragile Population des Frosches zusätzlich unter Druck.










