Plötzlich spuckte seine Frau Blut
Mordanschlag mit manipulierter Medizin – Mann in Haft
15.06.2026 – 14:46 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Polizei wird zu einem Einsatz wegen häuslicher Gewalt gerufen. Doch auf einmal geht es noch um etwas ganz anderes: Ein hinterhältiger Mordversuch steht im Raum.
Ein 30 Jahre alter Mann soll versucht haben, seine 40-jährige Ehefrau im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven zu ermorden. Dazu soll er den Inhalt von Medikamenten gegen ein Gift ausgetauscht haben.
Wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Stade t-online am Montag sagte, nahm die Frau die Medikamente im vergangenen September auch tatsächlich ein. Ihr sei es daraufhin sehr schlecht gegangen: Unter anderem habe sie Kreislaufprobleme gehabt, Blut gespuckt und blutigen Durchfall gehabt.
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Der mutmaßliche Mordanschlag kam allerdings erst jetzt ans Licht. Anfang Juni wurde die Polizei wegen einer Bedrohungslage zur Wohnanschrift des Paares in Geestland gerufen, dabei ging es den Beamten zufolge um häusliche Gewalt.
Bei Durchsuchung tauchen belastende Beweismittel auf
„Während des Einsatzes am 9. Juni gab es plötzlich Schilderungen, die die Polizei veranlassten, da genauer hinzuschauen“, sagte die Staatsanwältin. Die Frau habe gesagt, dass ihr Mann ihr selbst von der Manipulation der Medikamente erzählt habe. Aber trotz der „zumindest temporären, schweren Gesundheitsschädigung der Frau“ habe damals niemand die Polizei verständigt.
Die nun aufmerksam gewordenen Beamten nahmen die Ermittlungen auf. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stade wurde eine Durchsuchung veranlasst, bei der laut den Behörden belastende Beweismittel gefunden und sichergestellt wurden. Um was es sich genau handelte, teilten die Beamten nicht mit.
Sicher ist aber: Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann seine Frau töten wollte – und wirft dem Mann versuchten Mord vor. Das Amtsgericht Geestland ordnete auf Antrag der Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft an. Die Polizei ermittelt weiter.










