Himmelsschauspiel im Oktober
Sternschnuppen über Berlin: Wann sich der Blick in den Himmel lohnt
17.09.2026 – 17:38 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Orioniden erreichen im Oktober ihren Höhepunkt. Wann die Chancen in Berlin am besten stehen und worauf Beobachter achten sollten.
Für Sternschnuppenbeobachter lohnt sich in der Nacht vom 21. auf den 22. Oktober 2026 der Blick nach oben. Dann erreichen die Orioniden ihr Maximum. Unter günstigen Bedingungen sind bis zu 20 Meteore pro Stunde möglich. In Berlin dürfte allerdings nur ein Teil davon zu erkennen sein.
Das liegt nicht allein an der Beleuchtung der Großstadt. Während des Höhepunkts ist der zunehmende Mond zu mehr als 80 Prozent beleuchtet. Sein Licht überstrahlt vor allem schwächere Meteore. Die günstigste Zeit beginnt daher nach Mitternacht und reicht bis kurz vor die Morgendämmerung. Im Laufe der Nacht sinkt der Mond tiefer, zugleich verbessert sich die Position des Meteorstroms am Himmel.
Orioniden: So sieht man sie am besten
Orientierung bietet das Sternbild Orion. In seiner Nähe befindet sich der sogenannte Radiant. So bezeichnen Astronomen den Punkt, aus dessen Richtung die Sternschnuppen scheinbar kommen. Nur dorthin zu schauen, wäre jedoch nicht sinnvoll: Die Leuchtspuren können überall am Himmel auftauchen. Etwas abseits des Radianten wirken sie häufig länger.
- Zeitumstellung naht: Wann die Sonne in Berlin schon vor 17 Uhr untergeht
- Berlin leuchtet wieder: Das ist 2026 neu beim Festival of Lights
Für die Beobachtung ist weder ein Teleskop noch ein Fernglas erforderlich. Beide Geräte zeigen lediglich einen kleinen Ausschnitt des Himmels. Wichtiger ist ein Standort mit möglichst wenig künstlichem Licht und freier Sicht. In dicht bebauten und stark beleuchteten Teilen Berlins bleiben viele schwächere Sternschnuppen unsichtbar. Außerhalb der hellen Innenstadt sind die Aussichten besser.
Nach dem Eintreffen am Beobachtungsort sollten die Augen etwa 20 Minuten Zeit bekommen, sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Helle Smartphone-Displays und andere Lichtquellen stören diese Anpassung. Falls der Mond noch über dem Horizont steht, kann sein Licht hinter einem Baum, Gebäude oder Hügel abgeschirmt werden.
Wann die Orioniden zu sehen sind
Wer in der Hauptnacht wegen dichter Wolken nichts sieht, hat weitere Chancen. Die Orioniden sind vom 2. Oktober bis zum 7. November aktiv. Anders als bei Meteorströmen mit einer kurzen Aktivitätsspitze erstreckt sich ihr Maximum über mehrere Nächte.
Ursache des Meteorschauers sind Staubteilchen des Halleyschen Kometen. Jedes Jahr durchquert die Erde einen Bereich seiner Bahn, in dem solche Überreste zurückgeblieben sind. Treffen die Teilchen mit hoher Geschwindigkeit auf die Erdatmosphäre, verglühen sie. Die dabei entstehenden Lichtspuren werden als Sternschnuppen sichtbar.